So ein Betriebsausflug ist unter modernen Management-Gesichtspunkten ja eine wichtige Sache. Da kann man seine Kollegen mal ganz ungezwungen beim gemeinsamen Wandern zum Grillplatz auch privat besser kennenlernen. Teambuilding heißt das dann im Marketing-­Sprech. Dass der alljährliche Wandertag aber nicht nur zum üblichen Schippern auf Rhein beziehungsweise Donau oder zum nächstgelegenen Heimatmuseum führen muss, beweist ein Unternehmen, dem man so viel Abenteuerlust gar nicht zugetraut hätte: Der Vatikan.

Der schickt nämlich die wohl wichtigsten Mitarbeiter von Papst Franziskus – die Schweizergarde, die für den Schutz des Pontifex zuständig ist – zum gemeinsamen Achterbahnfahren in den Europapark nach Rust. Schulter an Schulter gequetscht lassen sich die breiten Bodyguards in der Wasserachterbahn „Atlantica SuperSplash“ nassmachen und grinsen dabei vergnügt in Pressekameras.

Youtube Diese Achterbahn haben die Papst-Bodyguards ausprobiert

Schweizergarde hat massive Nachwuchsprobleme

Ein Grund: Die Truppe hat massive Nachwuchsprobleme. Junge Schweizer können sich heute offenbar Lukrativeres und auch Entspannteres vorstellen, als den Papst auf Schritt und Tritt im Auge zu behalten. Das ist auch nicht ganz einfach: Der 82-Jährige liebe spontane Ausflüge und lege großen Wert auf seine persönliche Freiheit, sagt der Chef der Schweizergarde.

Bei der nächsten Fahrt im Silverstar oder beim 45-minütigen Schlange stehen also einfach mal den Nebenmann etwas genauer mustern: Vielleicht ist der freundliche alte Herr in Weiß ja gar nicht mit seinen Enkeln hier, sondern auf Betriebsausflug mit seinen Bodyguards.

Das könnte dich auch interessieren: