B 462 Röhre quer durch Freudenstadt

Freudenstadt / Fabian Ziehe 03.01.2019

Positives Signal aus Berlin: Die seit Jahren geforderte Entlastung des Zentrums von Freudenstadt hat die Hürde der Vorplanung genommen. Das Bundesverkehrsministerium hat den Vorplanungen für den Bau eines Tunnels für die Bundesstraße 462 zugestimmt. „Die Vorbereitungen für das Planfeststellungsverfahren werden jetzt mit Hochdruck vorangetrieben“, sagte Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne).

Der 1,5 Kilometer langen Tunnel und zusätzlich 700 Meter neue Straße sollen das historische Zentrum mit dem berühmten großen Marktplatz entlasten. Bislang treffen dort die viel befahrene B 462 und die B 28 zusammen. Seit mehr als 30 Jahren wird das Vorhaben diskutiert. Schon 1998 lag ein Vorentwurf für eine Untertunnelung vor – damals noch mit einer Einbindung der B 28. Davon nahm man aus Wirtschaftlichkeitserwägungen wieder Abstand und überarbeitete die Pläne 2010/11, um die Realisierungschancen zu erhöhen.

Nun soll für aktuell veranschlagte 114 Millionen Euro aus Bundesmitteln ein Tunnel gebaut werden, der den von Osten her kommenden Durchgangsverkehr aufnimmt und nach Westen ins Murgtal ableitet. Das Vorhaben ist Teil der Konzeption des Landes für die Bundesfernstraßen im Rahmen des Bundesverkehrswegeplans 2030. Ziel ist, die Verkehrsbelastung im Nordschwarzwald generell besser in den Griff zu bekommen.

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