Ulm / swp/lsw  Uhr
Reigschmeckter, Weggle, Gsälz oder Käpsele - der schwäbische Dialekt hat viele einzigartige Wörter in seinem Wortschatz.

Die Landesregierung sieht die baden-württembergische Mundart allerdings bedroht und will mit einer Tagung gegensteuern.

Doch was ist überhaupt ein Dialekt?

Eine regional gebundene Sprachform, erläutert Sprachforscher Stefan Kleiner. Im Englischen etwa sei der Begriff nicht auf einen geografischen Raum beschränkt, sondern umfasse etwa auch die Jugendsprache. Der Mitarbeiter des Mannheimer Instituts für Deutsche Sprache zählt etwa ein Dutzend Dialekte in Deutschland vom Plattdeutsch bis zum Alemannischen, dem das Schwäbisch als eigener Dialekt zugeordnet wird.

Doch die Vielfalt trügt: Alle Dialekte teilen dasselbe Schicksal des Verschwindens - nach Kleiners Beobachtung im Norden schneller als im Süden Deutschlands. Am lebendigsten seien die Dialekte im Saarland (Rhein- und Moselfränkisch), in Teilen von Bayern und auf der Schwäbischen Alb. Auf der Unesco-Liste der vom Aussterben bedrohten Sprachen ist für Deutschland ebenfalls ein Dutzend angegeben.

Jetzt seid ihr dran! Wie gut ist euer Schwäbisch?

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