Gefährdung Raser-Clique macht weitere Strecken unsicher

Ulm / Petra Laible 04.10.2018
Zeugen ist die rasende Clique aus Österreich auch auf anderen Straßen aufgefallen.

Es gibt Neuigkeiten von den rasenden Österreichern, die am Sonntagvormittag auf der A 8 zwischen Kirchheim/Ost und Aichelberg ein illegales Autorennen veranstaltet haben und daraufhin aus dem Verkehr gezogen wurden. Die zwölf Männer im Alter zwischen 40 und 67 Jahren hatten wie berichtet mit ihren teuren, schnellen Autos die dreispurige Fahrbahn in Richtung Ulm komplett blockiert, bis genügend Raum vor ihnen war. Die Autos dahinter stauten sich. Dann gaben die Österreicher alle gleichzeitig Gas und lieferten sich mit riskanten Spurwechseln ein Rennen. Wie schnell sie fuhren, ist nicht bekannt, da die Messanlage außer Betrieb war.

Autofahrer alarmierten die Polizei, am Rastplatz Gruibingen wurde die Gruppe gestoppt. Den Rasern wurde die Weiterfahrt untersagt, ihre Führerscheine wurden beschlagnahmt. In Deutschland dürfen sie bis auf weiteres nicht mehr Auto fahren. Jeder der Fahrer musste vor Ort eine Sicherheitsleistung von 1500 Euro bezahlen, es wird ein Strafverfahren geben.

Fahrweise verkehrswidrig

Die Clique stammt nach Angaben der Polizei aus dem Bundesland Oberösterreich, aus verschiedenen Orten. Die dortige Landeshauptstadt ist Linz. Sie hatte sich für einen Kurzurlaub in Baden-Württemberg über das Wochenende in einem gehobenen Hotel bei Stuttgart einquartiert.

Inzwischen haben sich bei der Polizei nach einem Aufruf noch weitere Zeugen gemeldet. Demnach war die Gruppe mit ihren schnellen Wagen auch auf anderen Strecken mit ihrer verkehrswidrigen Fahrweise aufgefallen, sagte ein Polizeisprecher. So zum Beispiel auf der A 8 zwischen Leonberg und Sindelfingen. Auch auf einer Landstraße bei Stuttgart sollen die Männer schnell unterwegs gewesen sein und überholt haben.

Anders als bei dem illegalen Autorennen, bei dem es sich um eine Straftat handelt, handelt es sich nach derzeitiger Einschätzung der Polizei wohl um Ordnungswidrigkeiten. Die Vernehmung der Zeugen ist für die nächsten Tage angesetzt.

 Die Polizei vermutet, dass die rasende Clique noch auf weiteren Straßen im Südwesten unterwegs war.

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