Tod des siebenjährigen Ole Prozess: Plädoyers und Urteil gegen Ersatzoma verzögern sich

Die Angeklagte sitzt zu Beginn eines Prozesses gegen sie den Gerichtssaal zwischen ihren Anwältinnen. Die 70-Jährige einen siebenjährigen Jungen erwürgt haben.
Die Angeklagte sitzt zu Beginn eines Prozesses gegen sie den Gerichtssaal zwischen ihren Anwältinnen. Die 70-Jährige einen siebenjährigen Jungen erwürgt haben. © Foto: Roland Böhm, dpa
Heilbronn / Hans Georg Frank mit dpa 04.02.2019

Im Prozess gegen die Rentnerin aus Künzelsau, die den siebenjährigen Ole erwürgt haben soll, verzögert sich das Urteil. Das Landgericht Heilbronn wollte seine Entscheidung am kommenden Mittwoch verkünden. Nun wird der 26. Februar angestrebt.

Am Montag hätten die Plädoyers gehalten werden sollen. Doch weil die Verteidigerin der angeklagten Elisabeth S. erkrankt ist, musste der Termin aufgehoben werden. Der Vorsitzende Richter Roland Kleinschroth gab bekannt, dass die Anwältin bis 15. Februar „nicht verhandlungsfähig“ sei.

Nun sollen Staatsanwalt, Nebenklägeranwalt und Verteidigung am 18. Februar ihre Plädoyers halten. Zwar lautet die Anklage auf Totschlag, aber das Gericht deutete an, dass auch eine Bestrafung wegen Mordes möglich sein könnte. In diesem Fall würde die 70-Jährige zu lebenslanger Haft verurteilt.

Die angeklagte ehemalige Krankenschwester aus Künzelsau (Baden-Württemberg) soll für den Tod eines ihr anvertrauten Jungen verantwortlich sein. Der Junge war über viele Jahre regelmäßig bei der Pflegeoma, bei der er auch gelegentlich übernachtete. Ende April 2018 entdeckten die Eltern die Leiche ihres Kindes in der Badewanne in der Wohnung der abwesenden Frau. Ein Rechtsmediziner stellte fest, dass der Junge erwürgt wurde.

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