Gegen einen Vater, der sein Baby zu Tode geprügelt haben soll, will das Landgericht Kempten am Mittwoch das Urteil verkünden. Der 22-Jährige hat im August vergangenen Jahres auf seinen acht Monate alten Sohn in einer Wohnung in Kaufbeuren aufgepasst. Während die Mutter außer Haus war, soll der Angeklagte den Säugling so heftig geschüttelt und geschlagen haben, dass der Junge an den Folgen der Misshandlung starb. Laut Anklage soll der Mann das hilflose Kind mit dem Gesicht gegen die Gitter des Kinderbettes geschlagen und mit der Faust ins Gesicht geprügelt haben. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Deutschen zudem vor, das Baby absichtlich mit Schmerzen gequält zu haben, um sich an der Mutter zu rächen. Diese hatte sich zwei Wochen vor der Tat von ihm getrennt. Der junge Mann soll während der Misshandlung alkoholisiert gewesen sein und Marihuana konsumiert haben. Der Angeklagte schwieg vor Gericht zu den Mordvorwürfen.