Ulm / swp  Uhr
Der private Bahnanbieter Abellio wartet noch immer auf die versprochene Züge von Bombardier. Jetzt platzt Verkehrsminister Winfried Hermann der Kragen.

Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann erhebt schwere Vorwürfe gegen den Zughersteller Bombardier. Das berichtet der SWR. Weil das Unternehmen neue Züge nicht wie vereinbart liefern könne, komme es auf den Strecken des privaten Anbieters Abellio zu Ausfällen. Er habe selten ein derart unzuverlässiges Unternehmen wie Bombardier erlebt, zitiert der SWR Hermann.

Eigentlich war geplant, dass der Zughersteller 16 Züge an Abellio liefert. Bisher sind es nur vier. Das hat zur Folge, dass auf den Strecke alte, geliehene Fahrzeuge zum Einsatz kommen. Die aber weniger komfortabel und störanfällig sind.

Zughersteller Bombardier kann weiter nicht genügend „Talent 2“-Züge an Abellio liefern. Das Land übt scharfe Kritik.

Kritik an Bombardier wegen der unzuverlässigen Lieferung gibt es schon eine ganz Weile. Der Hersteller selbst begründet die Verzögerung unter anderem mit dem anspruchsvollen Zulassungsverfahren in Deutschland.

Probleme macht Bombardier auch an anderer Stelle: Der Batteriezug Talent 3 hätte im zweiten Quartal 2019 auf zwei Strecken nahe Ulm in den Test gehen sollen: auf den Bahnlinien Amstetten-Ulm und Ulm-Erbach und zwar im normalen Fahrgastbetrieb. Noch wartet die Bahn jedoch auf die Züge.

Mobilität: Probleme bei Talent 3 Batteriezug Talent 3 kommt mit Verspätung

Hersteller Bombardier muss Probebetrieb auf zwei Strecken bei Ulm verschieben.

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