Land am Rand Olympiade der Köche: An die Töpfe, fertig los!

Stuttgart / Tanja Wolter 09.02.2019

Wie bitte?! Sie wissen nicht, was ein Pacojet ist? Haben noch nie mit 2000 Umdrehungen pro Minute aus schockgefrosteten Zu­taten ein ultracremiges Ingwer-Zimt-Hibiskus-Eis gefräst? Das ist in etwa so, wie wenn Sie Fußball-WM schauen, aber eine Schwalbe nicht von einer Grätsche unterscheiden können. Einfach nur peinlich . . .

Wer bei der Olympiade der Köche 2020 in Stuttgart mitreden will, muss also noch einiges lernen. Etwa, was der Unterschied zwischen Kabeljau und Schellfisch ist. Der eine ist ein Kannibale mit leicht salzigem Finale, der andere ein muschelschlabbernder Pazifist mit etwas Süße im Abgang. Wissenswert ist auch, dass sich ein Strom-Gau auf den Punktestand der Olympioniken auswirken kann. Denn sind zu viele Pacojets, Dehydratoren und  Sous-vide-Garer auf einmal im Einsatz, knallt selbst in der besten Profiküche irgendwann die Sicherung raus. Macht dann 10 Punkte Abzug.

Aber gemach. Jetzt steht erst einmal das Spektakel vor dem Spektakel an: Gruppen-Auslosung! Die 2000 Köche, Köchinnen und Patissiers aus 60 Nationen müssen auf die einzelnen Wettkampftage in einem Jahr verteilt werden. Datum: 14. Februar: Kulisse: Neues Schloss in Stuttgart. Besetzung: Gourmet-­Funktionäre. Funktionäre? Jetzt bitte nicht an Stimmenkauf denken. Lieber auf Tabea Alt und Fabian Hambüchen setzen, die die doppelte Losfee geben. Kunstturnen ist ja auch naheliegend: Stufenbarren, Reck, Pfanne, Topf. Und, wer fehlt noch? Peter Hauk natürlich, unser Minister fürs kulinarische Grußwort. Er weiß hoffentlich, was ein Pacojet ist.

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