Datenklau Nach Hackerangriff: Boris Palmer bleibt auf Facebook

Boris Palmer bei einem Forum der SÜDWEST PRESSE im April 2018.
Boris Palmer bei einem Forum der SÜDWEST PRESSE im April 2018. © Foto: Matthias Kessler
Tübingen / Gernot Stegert 08.01.2019
Tübingens OB Boris Palmer hat auf Facebook die Frage aufgeworfen, ob er in den Sozialen Netzwerken aktiv bleiben soll. Hintergrund ist der Hackerangriff auf Politiker und Prominente vor einigen Tagen.

Der Tübinger Oberbürgermeister und Grünen-Politiker Boris Palmer folgt nicht seinem Parteifreund Robert Habeck. Der Grünen-Bundesvorsitzende hatte seinen Abschied von Facebook und Twitter angekündigt. Grund dafür war unter anderem der Hackerangriff auf Politiker und Prominente. Palmer sagte, er bleibe bei Facebook. Am Dienstag hatte Palmer zunächst auf seiner Facebookseite seinen Auftritt mit einer Umfrage zur Diskussion gestellt. Er fragte: „Soll ich auch gehen wie Habeck?“ mit den Antwortmöglichkeiten „Ja, bringt nix hier“ und „Nein, Debatte muss sein“.

Stimmungsbild auf Facebook abfragen

Dem SCHWÄBISCHEN TAGBLATT erklärte der Politiker: „Ich folge dem nicht blind.“ Es gehe ihm um ein „Stimmungsbild“. Grundsätzlich könne er sich ein Facebook-Ausstieg vorstellen: „Ja, aber aus anderen Gründen als bei Habeck. Wenn, dann wäre es zur Schonung meiner Nerven.“ Am frühen Abend sagte Palmer dann, dass er definitiv bleibe. „Es hätte sich schon zeigen müssen, dass die große Mehrheit der Nutzer sagt, sie will das gar nicht mehr lesen.“ Bis dahin waren von fast 1800 Stimmen 70 Prozent gegen seinen Ausstieg. Palmer nahm sich aber vor, „über Asylthemen nur noch zu schreiben, wenn es für Tübingen wichtig ist“

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