Es ist das schlimmste anzunehmende Unglück für alle Betroffenen, für Eltern, Erzieherinnen und die anderen Kinder: Ein Kind stirbt während der Kita-Betreuung. In Schwäbisch Gmünd ist das am Montag passiert. Die Polizei muss jetzt ermittelt, ob möglicherweise eine Pflichtverletzung zu dem Unglück geführt hat.

„Unser Mitgefühl und unsere Anteilnahme gilt der Familie des kleinen Jungen, wie auch den vom Unfall betroffenen Kindern und Erwachsenen“, so der baden-württembergische Gemeindetag in einer Stellungnahme auf Anfrage.

„Unser Mitgefühl und unsere Anteilnahme für die Familie“

1062 Städte und Gemeinden gehören dem Verband an, Träger von Kindergärten und Kitas im ganzen Land. Die „enorme Bedeutung“ der Aufsichtspflicht sei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Verwaltungen wie auch in den Kindertageseinrichtungen bewusst, teilte der Gemeindetag mit. „Es bestehen regelmäßig Schulungsangebote für das pädagogische Personal, auch die Fachberatungen sind hier besonders sensibilisiert.“ In einer Einrichtung ist der gesetzliche Mindestpersonalschlüssel einzuhalten. Bei der Zahl der Betreuungspersonen bei Ausflügen müssten die besonderen Gegebenheiten der Gruppe und der jeweiligen Kinder wie auch der Gesamtsituation wie Ausflugsziel und Wegstrecken beachtet werden, hieß es weiter.

Gemeindetag: Aufsichtspflicht ist enorm wichtig

Öffentliche Spielplätze und Spielgeräte werden nach Angaben des Gemeindetags regelmäßig überprüft, beschädigte Spielgeräte würden ersetzt. „Selbstverständlich wird immer versucht, alles menschenmögliche zu tun, um Kinder zu schützen und ihnen gleichzeitig den Raum zu geben, sich zu eigenständigen Persönlichkeiten zu entwickeln“, so eine Sprecherin des Gemeindetags. „Jeder Unfall ist ein Unfall zu viel, und dennoch ist leider nicht jedes Unglück zu verhindern.“

Nach so einem schrecklichen Unglück wie in Schwäbisch Gmünd richteten sich die jeweiligen Hilfen für die betroffenen Eltern und Angestellten nach der jeweiligen Situation: „Im konkreten Fall können wir auch aufgrund der noch andauernden Ermittlungen keine genauere Einschätzung geben.“

Vertraute Bezugspersonen und gewohnte Gruppe für die Kinder

Nach den vorliegenden Informationen des Gemeindetags soll den betroffenen Kindern im gewohnten Umfeld Kontinuität in der Betreuung durch die ihnen vertrauten Bezugspersonen und der Gruppe ermöglicht werden. Auch das Personal und die Eltern sollen fundierte Unterstützung und Begleitung erhalten. „Dies ist sicherlich im Moment die erste wichtige Hilfe, die man den Betroffenen anbieten kann“, so die Gemeindetags-Sprecherin. „Darüber hinaus lassen sich kaum angemessene Worte finden, die hier weiterhelfen würden.“