Aktionsnacht Mit Gänsehaut auf dem Dunkelpfad

Kürbisgeister schnitzen mit Naturparkführer Klaus Pfeffer war eine der Attraktionen bei der ersten Wüstenroter Naturerlebnisnacht.
Kürbisgeister schnitzen mit Naturparkführer Klaus Pfeffer war eine der Attraktionen bei der ersten Wüstenroter Naturerlebnisnacht. © Foto: Gustav Döttling
Wüstenrot / Gustav Döttling 06.11.2018

In der Grillstelle und in einer Feuerschale am Wüstenroter Wellingtonienplatz knistern und lodern helle Feuer. Kinder und Eltern halten an Stöcken Teig in die Flammen der Grillstelle. Über der Feuerschale backt Naturparkführerin Gerda Dre-
xel-Stich mit Kindern Waffeln über offenem Feuer. An mehreren Tischen und in den Schutzhütten herrscht Hochbetrieb. Bei Naturparkführerin Sabine Rücker basteln Kinder und Eltern Laternen. Ralf Menzel aus Löwenstein-Hirrweiler hilft seinem dreijährigen Sohn Moritz dabei, mit Wachskreiden bunte Blätter auf das Transparentpapier des späteren Lampenschirms zu pausen.

70 Kürbisse hat Naturparkführer Klaus Pfeffer mitgebracht, damit die Besucher Kürbisgeister für Halloween schnitzen können. Bald leuchten viele von ihnen auf Baumstammstücken. „Wenn der Andrang weiter so groß ist, habe ich Bedenken, dass die Kürbisse reichen“, sagt Pfeffer. Daniela Krause aus Niedernhall und Bettina Frisch aus Obersulm-Eichelberg helfen ihren Kindern, die Kürbisse mit einem Löffel auszuhöhlen und mit dem Messer ein Gesicht zu schnitzen.

„Eine tolle Veranstaltung, meine Tochter Lina ist voll dabei“, sagt Bettina Frisch. Bei Naturparkführerin Andrea Schröder haben sich Manuela Specht und ihr Sohn Mattis (6) aus Eschenau mit Stöcken und in flüssiges Kerzenwachs getauchten Textilstreifen Fackeln gebaut. „Papa soll auch eine machen“, fordert Mattis seinen Vater Stefan auf. „Dann wird mir nicht langweilig“, meint Stefan Specht und lacht.

Stockbrot backen, Halloween-Kürbisgeister schnitzen, Laternen und Fackeln basteln sind nur ein kleiner Teil der zahlreichen Aktionen. Umgesetzt haben sie die Naturparkführer des Naturparks Schwäbisch-Fränkischer Wald und Förster aus der Region zum Jahresabschluss der Wüstenroter Naturerlebniscamps rund um den Wellingtonienplatz. „Wir haben neue Ideen entwickelt und sind vom Sonntag auf den Samstagabend ausgewichen“, berichtet Naturparkführerin Sabine Rücker.

Der Herbstwald am Abend sei doch geheimnis- und reizvoll. Das finden anscheinend mehr als 700 Besucher. Trotz der kühlen Witterung machen vor allem Familien mit Kindern begeistert bei den Aktionsangeboten der ersten Wüstenroter Naturerlebnisnacht mit. Sie lauschen im dunklen Wald bei Förster Jörg Kuebart geheimnisvollen Tierstimmen oder suchen mit der Wärmebildkamera und dem Nachtsichtgerät der Förster Alexander Fichtner und Julian Graf nach versteckten Tieren. Mystischen Waldklängen von Harfe und Klangschale hören und fühlen die Besucher bei Naturparkführerin Claudia Roth nach.

Durch das Teleskop der Sternwarte Heilbronn können die Nachtschwärmer einen Blick auf die Sterne werfen. Die Wanderungen auf einem Lichterpfad verknüpfen die Naturparkführer mit spannenden Gruselgeschichten. „Mein Dunkelpfad ist bei Nacht ein wenig unheimlich, ich hab es selbst ausprobiert“, verspricht Klaus Pfeffer Gänsehaut. „Diese Mutprobe interessiert meine Kinder am meisten“, sagt Cathrin Rieker aus Scheppach. „Spannend“ finden Eric (7) und Adrian (5) die Erlebnisnacht.

Abschluss mit Feuershow

„Es war einfach toll, alle Mitwirkenden und die Besucher sind von der wunderbaren Atmosphäre an allen Stationen begeistert“, resümiert Naturparkführerin Sabine Rücker. Besonders der Abschluss mit den Jagdhornbläsern der Hegegruppe 3 der Jägervereinigung Heilbronn und die Feuershow der Mainhardter Feuerspinner hätten die Besucher am Ende verzaubert. Am Grillstand gibt’s heiße Würste vom Grill und aus dem Sud. Die Wüstenroter Jugendfeuerwehr schenkt heiße und kalte Getränke aus.

„Die Wüstenroter Naturerlebniscamps sind ein Aushängeschild für unseren Naturpark, das zeigen die stetig steigenden Besucherzahlen“, betont Naturparkgeschäftsführer Bernhard Drixler. Mehr als 2500 Besucher habe man insgesamt bei den vier Veranstaltungen gezählt. Die gute Zusammenarbeit zwischen Gemeinde, Forst und Naturparkführern mache diesen Erfolg aus. „Wir merken, wie der Bekanntheits- und Beliebtheitsgrad von Wüstenrot durch die Naturerlebniscamps stetig wächst“, kommentiert Bürgermeister Timo Wolf den großen Besucherzuspruch weit über die Region hinaus.

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