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Am Freitag ging das Abi mit der Mathe-Prüfung weiter. Die Neuerungen des schriftlichen Abiturs stellen die Gymnasien vor logistische Herausforderungen.

Das Abi – für die Schulen führt das zu erheblich mehr Aufwand. Da sind sich alle Schulleiterinnen und Schulleiter einig, die am Freitag mit der Mathe-Prüfung fürs schriftliche Abitur beschäftigt waren. Deswegen war etwa Martina Lutz, Schulleiterin des Schubart-Gymnasiums, bereits 5.45 Uhr an der Schule, Bernhard Meyer, Schulleiter des Einstein-Gymnasiums, um 6 Uhr. Die Fachlehrer auch. Denn für alle Ulmer Gymnasien wie für alle in Baden-Württemberg gilt seit diesem Jahr: Die Aufgaben  für die schriftlichen Abiturprüfungen, die aus einem bundesweiten Pool für die Fächer Deutsch, Mathe, Englisch und Französisch kommen, muss jede Schule selbst drucken.

In der Diskussion rund um angeblich zu schwere Aufgaben beim Mathe-Abi 2019 erhalten die Schüler Unterstützung. In Bayern stellt sich der Lehrerverband auf ihre Seite.

Abitur 2019: Enormer logistischer Aufwand für die Schulen

Das sei zwar am Freitag gut gegangen – „es gab keine Nachsteuerung, alles war pünktlich“, schildert etwa Lutz.  Dennoch sei der logistische Aufwand enorm. Seit diesem Jahr werden die Aufgaben nämlich nicht auf Papier geliefert, sondern auf einem USB-Stick (wir berichteten). Der Stick wurde bereits in den Osterferien verschickt. Das Passwort, mit dem die Mathe-Aufgaben freigeschaltet werden können, gab es am Freitag um 5.13 Uhr per Mail. Dann hieß es für die Schulen: Kopieren, kopieren, kopieren. Am Einstein-Gymnasium standen fünf Lehrer an zwei Kopierern.

Mit der Deutsch-Prüfung hat in Baden-Württemberg und Bayern am Dienstag das schriftliche Abitur begonnen. Die Aufgaben kamen per USB-Stick – und inklusive Fehlern. Ein Besuch am Ulmer Einstein-Gymnasium.

Mathe-Abi 2019: Mehraufwand und höhere Verantwortung

Karin Weidner-Reuter, Schulleiterin am Kepler-Gymnasium, sieht es so: „Wenn der Kopierer mal läuft, ist alles gut.“ Sollte etwas beim Kopieren etwas schieflaufen, hat die Schule ein Problem. Aus dem Kultusministerium hieß es, man wisse um den Mehraufwand und die höhere Verantwortung, die nun bei den Schulen liege. Ob die Abi-Aufgaben künftig immer auf diese Weise geliefert werden, könne man  noch nicht sagen. 

Wie ging es den Schülern? „Relativ gut“, sagte ein 18-Jähriger, als er am Freitagnachmittag die Mathe-Abiprüfung gerade hinter sich gebracht hatte. Seine beiden Mitschülerinnen stimmten zu: „Wenn ich mehr gelernt hätte, wäre es okay“, sagte eine. „Es war machbar.“    

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