Dürre Landwirte sorgen sich um Futtervorrat für die Tiere

Waiblingen / lsw 23.08.2018

Angesichts der Dürre droht vielen Landwirten im Südwesten ein Mangel an Futter für die Tiere. Das Problem wird das zentrale Thema sein, wenn Bauernverbandspräsident Joachim Rukwied am Donnerstag am Rande von Waiblingen (Rems-Murr-Kreis) eine erste Bilanz des Erntejahres 2018 zieht. Rukwied, der zugleich an der Spitze von Landes- und Bundesverband steht, ist dafür dieses Jahr auf einem Kartoffelhof zu Gast.

In Baden-Württemberg wird laut Landwirtschaftsministerium aktuell von einem Schadensvolumen von 50 Millionen Euro ausgegangen, das vor allem den Futteranbau betrifft. Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU) hatte sich deshalb am Mittwoch erleichtert gezeigt, dass die Bundesregierung die Folgen der Dürre als nationales Schadereignis eingestuft hat und der Bund sich zur Hälfte an den Hilfsprogrammen der Länder beteiligen will.

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes liegt die diesjährige Getreideernte rund fünf Prozent unter dem Durchschnitt der vergangenen Jahre. Von den massiven Hitze- und Trockenschäden, wie es sie in anderen Bundesländern gab, seien die Landwirte im Südwesten aber weitgehend verschont geblieben, hieß es. Große Fragezeichen gebe es aber noch bei Feldfrüchten wie Mais, Zuckerrüben und Kartoffeln, die noch nicht abgeerntet wurden.

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