Zeitplan Straßensanierung in Ebersbach verzögert sich

Die Sanierungsarbeiten in Ebersbach beginnen später.
Die Sanierungsarbeiten in Ebersbach beginnen später. © Foto: Matthias Jedele
Ebersbach / Tobias Flegl 10.01.2019
Die Stadt will den südlichen Teil, die Kanalisation und den Belag von Dickneweg und die Diegelsberger Straße in Ebersbach ab März erneuern.

Schwierigkeiten bei der Verlegung des Freibadbaches in Ebersbach haben Anwohnern des Dicknewegs und der Diegelsberger Straße eine Schonfrist von rund zwei Monaten gewährt. „Der Zeitplan hat sich um etwa acht Wochen verzögert“, sagte Gerd Richter vom Bauamt am Dienstag. Dem Leiter des Sachgebiets Tiefbau zufolge nehmen Bauarbeiter die Sanierung des südlichen Dicknewegs und der Diegelsberger Straße voraussichtlich ab März in Angriff. Ein Beginn zu diesem Zeitpunkt setzt voraus, dass keine weiteren Hindernisse im Boden und keine ungewöhnlich schlechte Witterung die Vorarbeiten behindern. Wasserleitungen und Gasrohre, die an den vorgefundenen Stellen nicht in den Plänen der Stadt eingezeichnet waren, verzögerten die Verlegung des Freibadbaches im vergangenen Jahr.

Bevor die Stadt die Diegelsberger Straße erneuert, will sie im Januar und Februar eine neue Trasse für den Freibadbach im Boden verlegen. Richter zufolge soll das Gewässer in einem Kunststoffrohr von der Daimlerstraße bis zum Dickneweg fließen. Die neue Führung ist Teil der Bachverlegung, die auf eine Entlastung der Kläranlage abzielt: Der Freibadbach soll künftig nicht mehr in die Säuberungsanlage, sondern in die Fils entwässern: „Unser Bestreben ist, dass nicht so viel Regenwasser in die Kläranlage fließt“, erklärt Tiefbauexperte Richter. Dieses Nass müsse schließlich nicht gereinigt werden. Künftig solle der Bach am Ende der Hans-Zinser-Straße in die Fils fließen.

Im vergangenen Jahr haben Bauarbeiter den bestehenden Mischwasserkanal zwischen Daimlerstraße und Strutstraße, in dem der Freibadbach bisher floss, durch ein Kunststoffrohr ersetzt. Ursprünglich war ein Rohr aus Stahlbeton vorgesehen, doch das passte vom Durchmesser nicht zwischen die Rohre und Leitungen, die im Untergrund zum Vorschein kamen. Allein die Lieferzeit der dünneren Kunststoffrohre warf die Stadt rund vier Wochen im Zeitplan zurück.

Nach dieser Verzögerung peilt das Bauamt den Beginn der Straßensanierung für März an. Die Arbeiter arbeiten sich von Süden nach Norden vor, also von der Einmündung des Dicknewegs in die Leintelstraße bis zum Abzweig in die Diegelsberger Straße und dann zu deren Ende. Entlang der Strecke erneuern sie die Kanalisation und die Wasserleitungen sowie den Straßenbelag, der insbesondere in der Diegelsberger Straße von Schlaglöchern übersät und an vielen anderen Stellen zerbröselt ist. Umleitungen für Anwohner hat die Stadt schon in der Schublade. Die Arbeiten kosten insgesamt rund drei Millionen Euro.

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