Zollernalbkreis Zollernbahn: Kreistagsfraktion macht Druck

SWP 20.10.2015
Die SPD-Fraktion im Kreistag des Zollernalbkreises macht einmal mehr Druck beim Ausbau und der Elektrifizierung der Zollernbahn.

Bund und Ländern haben sich geeinigt, dass das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) über das Jahr 2019 fortgeführt wird. Die fragliche Zukunft des GVFG war Grund dafür, dass sich die Landkreise Reutlingen, Tübingen und der Zollernalbkreis darauf verständigt hatten, in einem ersten Schritt die kleineren Strecken der Ammertalbahn zwischen Herrenberg und Tübingen sowie der Ermstalbahn zwischen Metzingen und Bad Urach umzusetzen, um zumindest den Ausbau dieser Strecken bis 2019 abschließen zu können. Bei diesem "Modul 1" wurde der Ausbau der Zollerbahn als längste und wichtigste Strecke des Projekts zunächst zurückgestellt. Mit der gesicherten Fortführung des GVFG über 2019 hinaus sieht die SPD-Kreistagsfraktion keinen Grund mehr, die Realisierung des Ausbaus der Zollernbahn nachrangig zu definieren. Dies geht aus einem Antrag der Fraktion an den Kreistag hervor. Demnach fordern die Sozialdemokraten, dass die Zollernbahn in das "Modul 1" aufgenommen und aufgrund ihrer Bedeutung in der Region auch prioritär umgesetzt werden soll. Dies begründet der SPD-Kreistagsfraktionschef und Landtagsabgeordnete Hans-Martin Haller so: "Die Planungen für die Zollernbahn sind nahezu gleich weit fortgeschritten wie bei den im bisherigen "Modul 1" zur Umsetzung angedachten Strecken. Zudem ist die Zollernbahn die Strecke mit dem deutlich höchsten Nutzen-Kosten-Verhältnis."

Im Antrag heißt es weiter, dass die SPD-Kreistagsfraktion unter den veränderten Gegebenheiten den Willen der anderen Projektträger voraussetze, der Zollernbahn einen ihrer Bedeutung nach angemessenen Rang einzuräumen: Als erstes soll die Zollernbahn am Zug sein.