Balingen Zieht die Polizei ein Haus weiter?

An einem Teil des früheren Vermessungsamts ist ein Baugerüst angebracht. Umfassend saniert werden soll das Gebäude aber erst, wenn die künftige Nutzung feststeht.
An einem Teil des früheren Vermessungsamts ist ein Baugerüst angebracht. Umfassend saniert werden soll das Gebäude aber erst, wenn die künftige Nutzung feststeht. © Foto: Lydia Wania-Dreher
Balingen / Von Lydia Wania-Dreher 16.05.2018
Unter Umständen zieht die Balinger Polizei ins frühere Vermessungsamt in der Charlottenstraße um.

Um das frühere Vermessungsamt in der Charlottenstraße 3 steht ein Gerüst, und ein Schild warnt vor Dacharbeiten. „Das sind Sanierungsarbeiten“, erklärt Waldemar Ripberger vom Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden-Württemberg auf Nachfrage. Noch handle es sich aber nicht um eine umfassende Renovierung. Die könnte aber bald anstehen. Denn zukünftig könnte hier das Polizeirevier untergebracht werden, so Ripberger.

Ganz sicher ist das noch nicht, denn man wolle erst die Auswirkungen der Polizeireform abwarten. In drei bis sechs Monaten wird dann endgültig feststehen, wie viel Platz die Polizeibeamten in der Kreisstadt brauchen. Denn Balingen ist künftig nicht mehr dem Tuttlinger, sondern dem Reutlinger Präsidium angegliedert. Das hat zur Folge, dass es zahlreiche Umstrukturierungen gibt. Erst wenn diese beendet sind, wird eine endgültige Entscheidung getroffen werden, was mit dem Gebäude in der Charlottenstraße passiert. Aktuell nutzt die Polizei es bereits als Lagerraum.

Dass das jetzige Gebäude der Balinger Polizei in seinem momentanen Zustand nicht länger so bleiben kann, steht schon eine Weile fest. „Es ist relativ marode“, beschreibt es Waldemar Ripberger. Eventuell lohne sich sogar eine Sanierung nicht. Die Balinger Polizisten wünschten sich daher einen Neubau auf einer nahe gelegenen Wiese. Doch das Land scheint nun andere Pläne zu haben und das große Gebäude nebenan renovieren zu wollen. Vielleicht auch, weil das Land sonst keine andere Verwendung für das Gebäude hat. „Es ist entbehrlich“, sagt Waldemar Ripberger. Im Jahr 2015 wurde angedacht, dort eine Außenstelle der LEA Meßstetten einzurichten und Flüchtlinge unterzubringen. Das wurde jedoch nicht umgesetzt.

Das Gebäude in der Charlottenstraße war Anfang der 1950er-Jahre als Druckhaus für den Verlag Hermann Daniel gebaut worden. Nach dem späteren Umzug des Druck- und Verlagshauses in die Grünewaldstraße beheimatete das Gebäude viele Jahre das Staatliche Vermessungsamt und das Staatliche Katasteramt. Im Zuge der baden-württembergischen Verwaltungsreform wurden die Ämter verlegt.

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