Der Ansturm war riesengroß, die Turn- und Festhalle rappelvoll. Kein einziger Stuhl blieb frei, die Menschen drängten sich bis in den Eingangsbereich und auf die Empore.

Neugierig waren die Bürger vor allem auf Roland Federolf und Erik Wille. Denn während Frank Schroft, Harald Reinhard und Daniel Stähr schon seit einigen Wochen an vielen Abenden stimmenwerbend durch die Wirtschaften tingeln, haben Federolf und Wille noch nicht groß auf sich aufmerksam gemacht. Roland Federolf glänzte auch gestern Abend durch Abwesenheit - unentschuldigt.

Zunächst legten die Bewerber ihre Beweggründe zur Kandidatur und ihre Ideen zur Weiterentwicklung von Meßstetten dar. Eine Viertelstunde hatten sie dafür jeweils Zeit. Alle Kandidaten präsentierten sich gut vorbereitet, das Publikum sparte nicht mit Zwischenapplaus, für Erik Wille gab es aber Buh-Rufe.

Bürgermeister Lothar Mennig, der Ende November nach 24 Amtsjahren in den Ruhestand geht, hatte ein leichtes Spiel. Die Dauer des Rederechts wurde nicht strapaziert. Zusammen mit seinem Stellvertreter Tarzisius Eichenlaub und Hauptamtsleiter Thomas Berg wachte er darüber, dass es keine Verstöße gegen die festgelegten Regeln gab.

Info

Die Bürgermeisterwahl findet am Sonntag, 27. September, statt. Wahlberechtigt sind 8426 Bürger. Bürgermeister Lothar Mennig geht davon aus, dass bis gegen 19.15 Uhr das Ergebnis feststeht. Falls keiner der fünf Bewerber mehr als 50 Prozent der Stimmen erhält, geht der Wahlkampf noch zwei Wochen weiter. Beim zweiten Wahlgang am Sonntag, 10. Oktober, reicht dann aber die einfache Mehrheit.

SWP