Balingen Wenig Kriminalität an Balinger Schulen

Durch ein Fenster im C-Bau waren Einbrecher im September 2017 ins Gymnasium eingedrungen, hatten im Rektorat gewütet, einen Tresor geklaut sowie Tablets gestohlen und zerstört.
Durch ein Fenster im C-Bau waren Einbrecher im September 2017 ins Gymnasium eingedrungen, hatten im Rektorat gewütet, einen Tresor geklaut sowie Tablets gestohlen und zerstört. © Foto: Pascal Tonnemacher
Balingen / Pascal Tonnemacher 06.06.2018
51 Straftaten gab es im vergangenen Jahr an Balinger Schulen. Der Polizeichef spricht von relativ niedrigen Fallzahlen.

Zwölf Diebstähle, elf Rauschgiftfälle, zehn Sachbeschädigungen, sechs Beleidigungen und vier Fälle von Körperverletzungen. Gemessen an den Balinger Schülerzahlen seien diese Fallzahlen gering, stellt Michael Schlüssler, Chef des Balinger Polizeireviers, in einer Sitzungsvorlage für den Gemeinderat fest.

„Weiter waren sieben Einbrüche in Schulen zu verzeichnen“, fügt Schlüssler hinzu. Generell würden etliche dieser Delikte nicht einmal im Zusammenhang mit dem Schulbetrieb stehen, da diese außerhalb der Schulzeiten, an Wochenenden oder nachts stattfanden.

„Das gilt sowohl für die Einbrüche als auch für alle anderen Delikte“, erklärt Gerhard Schuler, stellvertretender Revierleiter, auf Nachfrage. Die Fälle seien lediglich mit der Örtlichkeit „Balinger Schule“ verbunden. „Das heißt bei den Körperverletzungen zum Beispiel nicht unbedingt, dass sich die Schüler untereinander schlagen“, sagt Schuler.

Bei den Einbrüchen an Schulen konnte eine gemeinsame Ermittlungsgruppe jüngst einen Erfolg feiern. Vier Tatverdächtige waren im März festgenommen worden. Sie sollen für über 20 Einbrüche, darunter rund zehn im Zollernalbkreis, verantwortlich sein. Im November 2017 begann eine Serie von Einbrüchen in Schulen. Immer wieder wurden Tresore geklaut, es entstanden hohe Sachschäden.

Für das Polizeipräsidium Tuttlingen war das damals „noch im Rahmen des Normalen“, so Polizeisprecher Harri Frank im vergangenen November. Um die Schulen mit Alarmanlagen ordentlich zu schützen, müsste viel Geld in die Hand genommen werden. Schuler würde das immer empfehlen, auch wenn das Geld-Argument der Träger zu verstehen sei.

Videoüberwachung würde helfen, ist Schuler sicher: „Die wirkt abschreckend.“ Die kommt zumindest an der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule. Denn auf Müll, Lärm und Vandalismus reagierte Ende März der Landkreis, der als Träger die Schule künftig mit Kameras ausstattet. „Das geht halt nicht immer, auch wenn wir uns als Polizei natürlich immer geschützte und sichere Schulen wünschen“, so Schuler.

Die rechtlichen Grundlagen hatte das Landratsamt Zollernalbkreis geklärt, alle Betroffenen hatten zugestimmt. Nun wird sich zeigen müssen, wie sich der Zustand auf dem Schulgelände und auch auf dem dortigen Parkplatz entwickelt.

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