Weilstetten Anwohner wollen sicher die Straße queren

Wie viele Fußgänger überqueren die Rottweiler Straße, die von Weilstetten nach Roßwangen führt, tatsächlich? Dieser Frage möchte die Balinger Stadtverwaltung noch einmal nachgehen, wenn die Nord-West-Umfahrung in Betrieb ist.
Wie viele Fußgänger überqueren die Rottweiler Straße, die von Weilstetten nach Roßwangen führt, tatsächlich? Dieser Frage möchte die Balinger Stadtverwaltung noch einmal nachgehen, wenn die Nord-West-Umfahrung in Betrieb ist. © Foto: Nicole Leukhardt
Weilstetten / Von Nicole Leukhardt 15.02.2018
An der Weilstetter Ankerkreuzung und an der Rottweiler Straße fordern Anwohner eine Querungshilfe. Die Stadt wartet ab.

Wo sind die Fußgänger in Weilstetten wirklich unterwegs? Diese Frage möchte die Balinger Stadtverwaltung klären, bevor sie Ampeln aufstellt oder Zebrastreifen auf den Asphalt malen lässt. Dazu möchten die
Verantwortlichen jedoch auf die Fertigstellung der lang ersehnten Nord-West-Umgehung warten.

Nachdem ein Mädchen Ende vergangenen Jahres von einem Auto überrollt und schwer verletzt worden war, als es die Tieringer Straße überqueren wollte, haben Anwohner ihrem Wunsch nach einer Querungshilfe bei der berüchtigten Ankerkreuzung der Stadtverwaltung gegenüber nochmals ordentlich Nachdruck verliehen.

Jetzt werden in Weilstetten jedoch auch Stimmen laut, die einen Zebrastreifen auf der Rottweiler Straße zwischen dem Gewerbegebiet Rote Länder und dem Ortskern fordern. Orts­vorsteher Wolfgang Schneider kennt die Gespräche im Ort und stellt klar: „Hier wird über einen Fußgängerüberweg nicht diskutiert.“ Er könne sich zwar vorstellen, dass Ziel- und Quellverkehr mit dem Auto ins Gewerbegebiet fahre oder von dort komme. „Aber Fußgängerströme, die einen Zebrastreifen notwendig machen würden, halte ich dort für unwahrscheinlich“, sagt er.

Auch für Helmut Haug, der sich bei der Balinger Stadtverwaltung um Straßenverkehrsangelegenheiten kümmert, sind die Weilstetter Querungshilfen aktuell kein Thema. „Wir müssen zunächst warten, bis die Nord-West-Umfahrung fertig gebaut ist“, erklärt er. Diese zusätzliche Straße würde zum einen die Ankerkreuzung in der Ortsmitte wesentlich entspannen. „Zum anderen müssen wir sehen, wie sich die Fußgängerströme bei den Roten Ländern entwickeln, wo die Umgehung in Höhe des CC-Großmarkts wieder auf die Rottweiler Straße in Richtung Roßwangen einmündet“, sagt er. Mit Fertigstellung dieser Umgehung würde die Zahl der Fußgänger dort erhoben und die Situation neu bewertet.

Dennoch ist die Verwaltung nicht untätig. „Vor zwei Wochen hatten wir eine Verkehrsschau und haben uns auch den Anker nochmals angeschaut“, erzählt Helmut Haug. Derzeit überprüfe die Verwaltung, wie stark die Bushaltestelle dort in der Tieringer Straße frequentiert sei. „Generell ist jede Querung einer Straße mit einer Gefahr verbunden“, weiß er. Wenn im Herbst der Verkehr dann aber über die Umgehung rollt, werde die Situation an beiden Stellen nochmals beleuchtet.

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