Zollernalbkreis Wasserversorgung: „Haben die Lage im Griff“

Aus der Gallusquelle in Hermentingen sprudelte am Wochenende nicht, wie sonst üblich, klares Quellwasser, sondern eine trübe Brühe. Schon am Donnerstag wurde die Versorgung auf die Notspange der Bodensee-Wasserversorgung umgeschaltet.
Aus der Gallusquelle in Hermentingen sprudelte am Wochenende nicht, wie sonst üblich, klares Quellwasser, sondern eine trübe Brühe. Schon am Donnerstag wurde die Versorgung auf die Notspange der Bodensee-Wasserversorgung umgeschaltet. © Foto: Sabine Rösch
Herbertingen / Volker Schweizer 03.05.2018
Peter Knaus ist optimistisch: Ab Donnerstag kann in Balingen wieder Wasser von der Gallusquelle aus dem Hahn fließen.

„Wir haben die Lage im Griff“, betonte der Wassermeister des Zweckverbands Wasserversorgung Zollernalb auf Nachfrage unserer Zeitung. Die Filteranlage sei gründlich gespült und die Gallusquelle zwischenzeitlich beprobt worden.

Aus der Gallusquelle in Hermentingen sprudelte am Wochenende nicht, wie sonst üblich, klares Quellwasser, sondern eine trübe Brühe. Schon am Donnerstag wurde die Versorgung auf die Notspange der Bodensee-Wasserversorgung umgeschaltet. Foto: Sabine Rösch

Weil die Gallusquelle aus bislang noch nicht abschließend geklärten Gründen verschmutzt war, kam seit Donnerstag in weiten Teilen Balingens – neben der Kernstadt unter anderem auch in den Ortsteilen Streichen, Zillhausen, Stockenhausen, Dürrwangen, Frommern, Heselwangen und auf dem Heimlichen Wasen – Bodenseewasser aus der Leitung. Im oberen Bezirk wurde in Bitz, Harthausen und Onstmettingen ebenfalls auf die Bodenseewasserversorgung umgestellt.

Mögliche Ursache für die Verunreinigung der Gallusquelle könnte das Überlaufen einer Silo-Vorgrube sein, dessen landwirtschaftlicher Betrieb sich auf Gemarkung des Zollernalbkreises befindet, hieß es am Mittwochnachmittag aus dem Landratsamt in Balingen. Der landwirtschaftliche Betrieb sei am Donnerstag vom Landratsamt als untere Wasser- und Bodenschutzbehörde überprüft worden. Derzeit würden weitere Ermittlungen und Beprobungen in Absprache mit der Polizei und dem Landratsamt Sigmaringen laufen. Ob von der Verunreinigung auch die in Neufra liegenden Lichtensteinquelle und Brunnenabendrain betroffen seien, prüfe derzeit das Landratsamt Sigmaringen. Wie die Gallusquelle befinden sich auch die beiden Quellen im vom Landratsamt Sigmaringen festgesetzten Wasserschutzgebiet „Westliche Lauchert“.

„Eine Gefährdung für die Bevölkerung bestand und besteht nicht“, betonen Pressesprecherin Marisa Hahn und Wassermeister Peter Knaus. Was die Gallusquelle betrifft, ist Peter Knaus guter Dinge: „Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir am Donnerstag wieder umschalten können.“

Wassermeister Peter Knaus kann sich an keinen ähnlichen Fall in der Vergangenheit erinnern. Er arbeitet schon seit über 30 Jahren für den Zweckverband Wasserversorgung Zollernalb.

Bei der Gallusquelle handelt es sich übrigens um die größte Karstquelle Hohenzollerns. Der Zweckverband Wasserversorgung Zollernalb wird vom Wasserwerk in Hermentingen aus gesteuert. Hermentingen ist ein Ortsteil von Veringenstadt.

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