Ebingen Was passiert künftig mit den Bahnbrücken?

Die Bahnbrücke in der Unteren Vorstadt in Ebingen ist eingerüstet. Ihr weiteres konkretes Schicksal ist eng mit dem der Talgangbahn insgesamt verknüpft.
Die Bahnbrücke in der Unteren Vorstadt in Ebingen ist eingerüstet. Ihr weiteres konkretes Schicksal ist eng mit dem der Talgangbahn insgesamt verknüpft. © Foto: Holger Much
Ebingen / Holger Much 12.03.2018
In die Debatte um die Regiostadtbahn sowie die Talgangbahn ist Bewegung gekommen.

Die Planungen um Modul zwei der Regiostadtbahn haben, nachdem es in den vergangenen Jahren sehr ruhig um die Thematik geworden war, in den vergangenen Tagen wieder gehörig Fahrt aufgenommen. Im Kreistag wird darüber diskutiert, wie die Elektrifizierung der Strecke Tübingen-Gomaringen-Mössingen-Hechingen-Balingen-Albstadt weitergeplant und realisiert werden soll. Ein Aspekt dabei ist jedoch auch die Frage, ob das als „Talgangbahn“ apostrophierte Teilstück zwischen Onstmettingen und Ebingen dazu gehören soll oder eben nicht.

Während die Kreisverwaltung diesbezüglich von der Stadtverwaltung Albstadt konkrete Aussagen wünscht, ist man in Albstadt selbst dabei, die Klärung dieser Fragen für den Zeitraum April bis Juni 2018 anzusetzen. Nach dem jetzigen Stand der Dinge wird sich also die Frage, ob die Idee einer Talgangbahn im Gesamtprojekt der Regiostadtbahn verwirklicht wird oder nicht, vermutlich im Verlauf dieses Jahres endgültig klären.

Damit rückt auch die Lösung einer vor dem Hintergrund dieses großen Zukunftsprojektes zwar zweitrangigen, für Albstadt städtebaulich jedoch dennoch wichtigen Themas näher: Was passiert mit den Eisenbahnbrücken?

Sanierung oder Abriss?

Wenn die Talgangbahn weiterhin im Gesamtprojekt integriert bleibt, ist die Antwort darauf ganz klar: Die Eisenbahnbrücken in Tailfingen und in Ebingen müssen so ertüchtigt werden, dass sie einem modernen, regelmäßigen Schienenverkehr standhalten. Dass dies angesichts des mehr als desolaten Zustandes der Bauwerke eine große Aufgabe ist, dürfte ebenfalls klar sein. Sollte die Entscheidung aber tatsächlich gegen die Realisierung der Talgangbahn fallen, so müssten die Bauwerke nicht mehr für den Schienenverkehr ertüchtigt werden. Dann aber stellt sich die Frage: Sanieren oder abreißen?

Eisenbahnbrücke als Entrée

Bereits im jüngsten Gespräch zwischen den HGV-Vorstand und Baubürgermeister Udo Hollauer bestätigten die anwesenden Geschäftsleute, dass beispielsweise die Eisenbahnbrücke in der Ebinger Unteren Vorstadt allein schon ihres rustikalen Äußeren wegen ein wunderbares, malerisches Entrée in die Ebinger City darstelle. Die Brücke abzubrechen, dass will sich niemand vorstellen.

Zur Zeit ist die Ebinger Steinbrücke durch ein Baugerüst gesichert, um zu verhindern, dass Brocken von Putz Passanten auf den Kopf fallen. „So kann die Situation natürlich nicht bleiben“, sagt Udo Hollauer. Hier müsse etwas geschehen.

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