Der Unternehmer Wolfgang Wochner hat das Beuroner Hotel Pelikan gekauft. Der Kaufvertrag mit dem Kloster ist unterzeichnet. Nun plant der Unternehmer den Umbau, der deutlich mehr als eine Million Euro kosten wird. Der neue Eigentümer wird das Hotel zum Jahreswechsel übernehmen. Zuerst soll die Gaststätte umgebaut werden, so dass das Hotel im Frühjahr wieder eröffnen kann. Der Umbau der Zimmer wird das ganze Jahr 2017 andauern.

Erzabt Tutilo Burger ist positiv angetan: „Es freut mich für die Besucher des Klosters, wenn sie künftig eine Gastronomie vorfinden, die auf dem neuesten Stand ist.“ Als der bisherige Pächter Schönwälder seinen Rückzug angekündigt hatte, überlegten die Benediktiner-Mönche, den Pelikan übergangsweise in Eigenregie zu betreiben. Dass dieser Kelch an ihnen vorübergeht, darüber ist der Erzabt nicht traurig: „Wir sind in der Gastronomie keine Profis, dies wäre ein Gewaltakt für uns geworden“, sagt er.

Wolfgang Wochner ist mit seinem Unternehmen Uniblech in Hohenfels in der Blechverarbeitung tätig. Der Zulieferbetrieb mit 45 Mitarbeitern beliefert Unternehmen wie Claas, Kramer oder Bizerba mit Blechverkleidungen. Bis 1995 war die Firma in Meßkirch angesiedelt. Die Gastronomie hat sich für den Unternehmer zu einem zweiten Standbein entwickelt. Als Investor besitzt er bereits das Restaurant Klippeneck auf dem Dreifaltigkeitsberg in Denkingen bei Spaichingen und die Discothek Ritterhof in Heudorf bei Meßkirch. Der Pelikan ist die Nummer drei unter den Lokalen im Besitz von Wolfgang Wochner. Den Pelikan kennt er seit seiner Kindheit. „Es war das einzige Lokal weit und breit, das an Heiligabend geöffnet hatte.“

Mit dem Kauf des Pelikan legt Wolfgang Wochner ein Bekenntnis zu Beuron ab. „Das Donautal ist touristisch interessant“, sagt er. Weil er davon überzeugt ist, dass im Donautal „ab November nicht die Lichter ausgehen und nach Ostern wieder angezündet werden“, ist er bestrebt, das Hotel ganzjährig zu öffnen. Bei der Suche nach einem Pächter will er dies berücksichtigen. Die Erfahrung Wochners besagt: „Wenn man ein Lokal gut betreibt, hat man immer Leute.“ Egal wo.