14.09.2021
von NRWZ
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Die brennende Schindelbrücke
Ein gemeldeter Flächenbrand, deklariert als Alarmstichwort „Wald1“, rief damals zunächst Teile der Gesamtfeuerwehr Dietingen nachts auf den Plan. Ein Anrufer hatte über den Notruf der Leitstelle in Rottweil gemeldet, dass Feuerschein im Bereich „Tierstein“ auszumachen sei.
So rückten die Abteilungen Dietingen, Irslingen, Böhringen und Rotenzimmern mit einer Gesamtstärke von 43 Feuerwehrleuten zum Einsatzort aus. Die ersteintreffenden Einsatzkräfte der Abteilung Dietingen hätten bei ihrer Erkundung dann festgestellt, dass es sich um ein Feuer bei einer Brücke im Neckartal in der Nähe des „Hofguts Neckarburg“ handeln muss. Die Rottweiler Feuerwehr wurde alarmiert. Mit einem kompletten Löschzug und zusätzlichem Tanklöschfahrzeug.

Brücke konnte nicht mehr gerettet werden

Die beim Eintreffen der Einsatzkräfte aus Rottweil bereits in Vollbrand stehende Brücke konnte allerdings nicht mehr gerettet werden. Schon damals, am Tag nach dem Feuer, meinte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Konstanz zur Neuen Rottweiler Zeitung (NRWZ): „Eine Brücke brennt nicht so schnell auf ganzer Länge ab. Da muss jemand nachgeholfen haben.“
Wer es war, bleibt bis auf weiteres unbeantwortet. Das teilten Staatsanwaltschaft Rottweil und Polizeipräsidium Konstanz in einer gemeinsamen Presseerklärung am Dienstag mit. Die Feststellungen der Ermittler am Brandort hätten dazu geführt, dass von einer vorsätzlichen Brandlegung auszugehen sei.

Fall bleibt ungeklärt

Die Kriminalpolizei Rottweil hatte daraufhin die Ermittlungen übernommen. „Trotz der vielen getroffenen polizeilichen Maßnahmen, konnten für den Brand Verantwortliche nicht bestimmt werden“, so die Staatsanwaltschaft und die Polizei. Aus diesem Grund würden die Ermittlungen bis auf weiteres als „ungeklärter Fall“ abgeschlossen.
Wenige Tage vor dem Brand hatte der Gemeinderat eine Generalsanierung beschlossen. Die Kosten für die Maßnahme: Rund 350.000 Euro.