Zollernalbkreis Sonniges Finale eines tollen Sommers

Viel Sonne, wenig Regen – so präsentierte sich das Wetter im September, mit dem ein prächtiger Sommer endete.
Viel Sonne, wenig Regen – so präsentierte sich das Wetter im September, mit dem ein prächtiger Sommer endete. © Foto: dpa
Zollernalbkreis / Von Karl-Heinz Jetter 06.10.2018

Der diesjährige September brachte es auf eine Durchschnittstemperatur von 15,7 Grad, nur 29,6 Liter Niederschlag aber auf 256,1 Stunden Sonnenschein. Von den 30 Tagen des Monats waren fast die Hälfte – genau 14 Tage – -sogenannte „Sommertage“, an denen die Tageshöchsttemperatur mindestens auf 25 Grad Celsius anstieg. Ein Tag davon war sogar ein „Heißer Tag“ mit 30 und mehr Grad. Wahrlich ein sommerlicher September, und wenn man so will, so hatten wir in diesem Jahr einen Sommer, der von April bis einschließlich September dauerte.

Der September von diesem Jahr startete relativ kühl und mit etwas Regen. Doch schon am 5. September wurde wieder der Wert eines Sommertages erreicht und die Temperatur kletterte weiter nach oben.

Der 12. September war dann der wärmste Tag im Monat – 30,3 Grad als Tageshöchsttemperatur und 21,9 Grad als Tagesdurchschnittstemperatur wurden angezeigt. Dazu gab es 11,4 Stunden Sonnenschein. Solche Tage rufen nicht selten Gewitter hervor – in den Abendstunden blitzte es dann auch im Westen und Nordwesten. Wir wurden aber vom Gewitter nur gestreift, es blieb beim Wetterleuchten. Tags darauf gab es ein erneutes schwaches Gewitter, das zusammen mit nachfolgendem Regen immerhin 5,3 Liter Niederschlag brachte. Damit hatte es sich aber auch. Zwar ging in den folgenden Tagen die Temperatur um fast zehn Grad zurück, es blieb aber trocken und die Sonne schien wieder vermehrt.

Ein überaus sonniger Monat war der September. Im ersten Monatsdrittel gab es 66,5 Stunden Sonnenschein – im zweiten schien die Sonne 100,6 Stunden und im dritten Monatsdrittel sollten nochmals 88,9 Stunden dazu kommen. Mit der Gesamtsumme von 256,1 Sonnenscheinstunden wurde der September 2018 zum sonnenscheinreichsten September seit Bestehen der Station – seit 1979.

Anders sieht es beim fehlenden Niederschlag aus. Im ersten Monatsdrittel regnete es in der Summe nicht mal eine Gießkanne voll – nämlich nur 8,1 Liter pro Quadratmeter – im zweiten Drittel waren es mit 5,3 Liter noch weniger und im letzten Monatsdrittel fielen im Rahmen eines kurzen, aber heftigen Gewitters am kalendarischen Herbstanfang – (in diesem Jahr am 23. September) - 10,4 Liter pro Quadratmeter und in der Nacht zum 1. Oktober nochmals 5,6 Liter. In der Summe kamen dann im ganzen Monat nur die besagten 29,6 Liter zusammen.

Schlimm daran ist, dass in diesem Jahr seit Februar jeder Monat zu trocken ausfiel. Es fehlen in der Jahresbilanz – von Januar bis September gerechnet – 160,2 Liter. Durchschnittlich sind es in diesem Zeitraum 674,7 Liter – heuer regnete es nur 514,5 Liter.

Die letzte Septemberwoche wurde von hohem Luftdruck bis 1039 Hektopascal bestimmt. Ein Hochdruckgebiet reichte weit in das europäische Festland hinein. Der Wind kam daher aus dem Osten und hielt die vom Meer kommenden Regenwolken fern. Tagsüber war es dadurch im eitlen Sonnenschein angenehm warm und lud zum Spaziergang ein – die Nächte waren aber sternklar, kühl bis kalt, und am 25. und 26. September gab es den ersten Bodenfrost.

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Meter über dem Meer liegt die Wettermessstation von Karl-Heinz Jetter. Alle angeführten Werte wurden an der Station in Balingen-Heselwangen registriert.

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