Ulrich Klingler hat seine "Hausaufgaben" erledigt. Der Balinger Gemeinderat soll kommenden Dienstag endgültig zustimmen. Die Rede ist von der Ernst-Ludwig-Kirchner-Ausstellung, die vom 2. Juli bis 1. Oktober 2016 in der Balinger Stadthalle über die Bühne gehen soll. Mit "Hausaufgaben" sind die Verhandlungen mit den Leihgebern gemeint, die unter der Prämisse standen, dass die Ausstellung die Stadt nicht mehr als 250 000 Euro Zuschuss kosten darf.

Ergebnis: Die 250 000 Euro werden dann nicht überschritten, wenn bei 60 000 Euro Sponsorengeldern und einer durchschnittlichen Einnahme von 11,70 Euro pro Besucher insgesamt 25000 Menschen die Kirchner-Ausstellung besuchen. Zum Vergleich: Bei Heckel waren es 21 000 Besucher. Legt man 30000 Euro Sponsorengelder zugrunde läge die 250 000-Euro-Grenze bei 30000 Besuchern, wenn pro Besucher durchschnittlich mindestens elf Euro eingenommen würden. In die Gewinnzone käme die Stadt bei 60000 Euro Sponsorengeldern, wenn bei 50 000 Besuchern pro Einzelbesucher Einnahmen von mindestens 11,70 Euro durchschnittlich erzielt würden.

Einen Wermutstropfen müssen die Kunstfreunde in der Region auf alle Fälle schlucken: Die erwogene Ko-Ausstellung mit Bildern des zeitgenössischen Künstlers Neo Rauch wird auf keinen Fall stattfinden. Begründung der Stadtverwaltung: "Nach intensiver Prüfung wurde dies verworfen, da hierfür 70 000 bis 100 000 Euro Mehrkosten angefallen wären."