In einer kleinen Feierstunde wurde die Ausstellung der Gesellenstücke der Schreinerinnung Zollernalb kürzlich eröffnet und damit zugleich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Albstädter Volksbank stellt dazu ihre Räumlichkeiten zur Verfügung.

Zur Ausstellungseröffnung hieß Bankvorstand Benjamin Wurm hieß die rund 50-köpfige Teilnehmerschar auch namens des Vorstandkollegen Robert Kling sowie der gesamten Bezirksvereinigung der Volks- und Raiffeisenbanken im Zollernalbkreis willkommen. Er verwies in seiner Rede auf die über viele Generationen hinweg enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen der Kreishandwerkerschaft, der Schreinerinnung und der Volks- und Raiffeisenbanken. Jährlich sei diese Ausstellung ein besonderer Höhepunkt.

Mut zur Selbstständigkeit

Zur erfolgreichen Ausbildung einerseits, aber auch zu den gelungenen vorzeigbaren Gesellenstücken beglückwünschte Wurm die im Mittelpunkt stehenden Gesellinnen und Gesellen und wünschte ihnen alles Gute für die weitere berufliche Laufbahn. Außerdem erinnerte er daran, dass im 19. Jahrhundert etliche Handwerker an der Gründung der Genossenschaftsbanken beteiligt waren. Deshalb sei es nicht verwunderlich, dass bis heute viele Handwerksmeister in den Aufsichtsräten der Genossenschaftsbanken tätig seien.

Der Obermeister der Schreiner­innung, Reinhard Konzelmann, Kreishandwerksmeister August Wannenmacher sowie der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Jürgen Greß, bedankten sich bei der Volksbank als Gastgeberin, schlossen sich als Gratulanten an und verwiesen darauf, dass für die Gesellinnen und Gesellen nun ein neuer Lebensabschnitt beginne. „Ein dreijähriger Ausbildungsweg liegt nun hinter euch, und den habt ihr alle mit großem Erfolg beendet“, so Reinhard Konzelmann an die frischgebackenen Schreinerinnen und Schreiner gerichtet. „Diesen Abschluss könnte man heute auch als ,Bachelor of Wood’ bezeichnen, denn ein Bachelorstudium dauert auch drei Jahre“. „Ihr habt mit großem Fleiß und Engagement die Ausbildung zum Schreinergesellen abgeschlossen, was größte Anerkennung und Wertschätzung verdient“, so Konzelmann. Der Schreinerberuf sei genial und vielseitig, erfordere Vorstellungsvermögen, Kreativität, Planungsgeschick und ein hohes Maß an technischem Verständnis. Konzelmann appellierte die Zukunftschancen zu nutzten, es zum Meister, zum Studium oder bis zur Selbstständigkeit zu bringen. Ein Dank galt den Sponsoren des VW-Up, den die drei Erstplatzierten der Innung für ein Jahr kostenlos fahren dürfen. Den ersten Platz sicherte sich Fabienne Bertsch von der Firma Schurer, Margrethausen, gefolgt von David Eppler von der Firma Feurer, Truchtelfingen, und Melanie Ott von der Firma Locher in Bechtoldsweiler.

Vom Sideboard zum Stehtisch

Parallel zu den drei Preisträgern hatten an diesem Abend zwei weitere junge Schreiner die Gelegenheit, ihre Möbelstücke, die sie für ihre Gesellenprüfung gefertigt haben, dem Publikum vorzustellen. Dies waren: Simon Schwochow von der Firma Enslin, Isingen, und Max Traub von der Firma Maier, Burgfelden.

Anschließend durften die neuen Gesellinnen und Gesellen ihre eigens für die Prüfung angefertigten Möbel-Kunststücke – Sideboard, Garderobenunterschrank, Couchtisch mit Schränkchen, Stehtisch – den Anwesenden vorstellen und damit überzeugen. Sie bekamen viel Beifall und ein Präsent von Benjamin Wurm als verdientes Honorar. Im Anschluss fand noch ein Stehempfang mit Umtrunk, Imbiss und guten Gesprächen statt.

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