Zollernalbkreis Quellwasser stark verunreinigt

Hermentingen / Sabine Rösch 02.05.2018
Die Trinkwasserversorgung im Zollernalbkreis wurde umgestellt. Es besteht keine Gefahr für Verbraucher.

Aufmerksame Hermentinger Bürger sind am Samstag ziemlich erschrocken: An ihrer Gallusquelle sprudelte nicht, wie sonst üblich, klares Quellwasser, sondern eine trübe Brühe. Und gestunken haben soll es auch. Zur Gallusquelle muss man wissen: Es handelt sich um die größte Karstquelle Hohenzollerns und sie versorgt etwa 40 000 Menschen, überwiegend im Zollernalbkreis, mit Trinkwasser.

Der Zweckverband Wasserversorgung Zollern-Alb wird vom Wasserwerk Hermentingen aus gesteuert. Auf Nachfrage der Schwäbischen Zeitung bei Wassermeister Peter Knaus erklärte dieser Folgendes: In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wurde er von einem Störungsalarm geweckt, welcher besagte, dass verschiedene Parameter beim Rohwasser nicht stimmen würden. Er reagierte sofort und schaltete die Versorgung um auf die Notspange der Bodenseewasserversorgung. Am Donnerstagmorgen verständigte er sofort die Behörden, seither wird seitens der Gesundheitsbehörde, der Wasserschutzbehörde, der Polizei und der Staatsanwaltschaft Ursachenforschung betrieben.

Für die Verbraucher bestand zu keinem Zeitpunkt Gefahr, da das Wasser ja sofort auf die Bodenseewasserversorgung umgeschaltet wurde. Bürgermeister Reinhard Traub aus Neufra ist sehr verärgert darüber, dass er seitens des Landratsamtes des Zollernalbkreises keinerlei Informationen oder Benachrichtigungen erhalten hat. Am Montag wurden weitere Beprobungen und Untersuchungen gemacht, erklärt Wassermeister Peter Knaus.

Info: Die Gallusquelle am Ortsende von Hermentingen ist die größte Quelle Hohenzollerns. Die Austrittsstelle liegt im Kreuzungsbereich geologischer Störungssysteme (Lauchertgraben und Hohenzollerngraben).