Tailfingen / SWP  Uhr
In der vergangenen Woche kontaktierten im Raum Tailfingen mehrere erkrankte Personen die dortige Ärzteschaft mit den Krankheitssymptomen Fieber und Lungenentzündung. Als Ursache der Erkrankung wurde zwischenzeitlich in mehreren Fällen Q-Fieber nachgewiesen.

Mit heutigem Stand sind dem Gesundheitsamt bisher insgesamt 27 Fälle von Q-Fiebererkrankungen gemeldet worden, davon einige mit Lungenentzündung.

In der vergangenen Woche kontaktierten mehrere erkrankte Personen die Ärzteschaft im Raum Tailfingen. Sie wiesen die Krankheitssymptome von Fieber und Lungenentzündung aus. Als Ursache wurde zwischenzeitlich in mehreren Fällen Q-Fieber nachgewiesen.

Immer wieder Q-Fieber auf der Schwäbischen Alb

Auf der gesamten Schwäbischen Alb kommen immer wieder Q-Fiebererkrankungen vor. Aufgrund der Inkubationszeit, dem Zeitraum zwischen der Ansteckung und dem Auftreten der Erkrankung, ist davon auszugehen, dass die erkrankten Personen sich zirka zwei bis drei Wochen vor dem Beginn der Krankheitssymptomatik angesteckt haben.

Erreger wird mit der Atemluft übertragen

Übertragen wird die Krankheit auf den Menschen häufig durch infizierte Schafe, die den Erreger der Erkrankung vor allem bei der Geburt von Lämmern ausscheiden. Der Erreger kann längere Zeit in der Umwelt überleben und mit Staub über den Wind verbreitet werden. Menschen können sich anstecken, wenn sie den Erreger mit der Atemluft einatmen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch spielt praktisch keine Rolle. Zur Suche der möglichen Ansteckungsquelle wurde das Veterinäramt eingeschaltet.

Symptome: von Grippe bis hin zu Herzmuskelentzündungen

Etwa die Hälfte der Q-Fieberinfektionen führen zu keinen Symptomen oder nur leichten grippeähnlichen Erscheinungen. Bei einer schwer verlaufenden menschlichen Q-Fieberinfektion liegen hohes Fieber sowie Glieder- und Muskelschmerzen vor. Es kann bei einem Teil der schwer verlaufenden Krankheitsfälle auch zu Lungenentzündungen, Leber-, Herzmuskel- und Herzinnenhautentzündungen kommen. Bei akutem Q-Fieber wird über einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen mit einem bestimmten Antibiotikum behandelt.

Besonders gefährdet sind Schwangere und Personen mit Immunschwäche oder Herzdefekten

Bewohner in Tailfingen, die in den letzten Tagen an Fieber und respiratorischen Symptomen erkrankt sind, sollten sich mit ihrem Arzt in Verbindung setzen und sich auf Q-Fieber testen lassen. Besonders gefährdet sind Schwangere und Personen mit Vorliegen einer Immunschwäche oder Herzdefekten. Diesem Personenkreis wird auch ohne Vorliegen von Krankheitszeichen eine Untersuchung auf Q-Fieber empfohlen.

Der DRK-Blutspendedienst wurde informiert. Bei Q-Fiebererkrankten ist eine Blutspende erst wieder zwei Jahre nach dokumentierter Ausheilung zulässig.

Weitere Informationen finden sich auf dem Q-Fieber-Merkblatt des Gesundheitsamtes. Dieses ist auf der Homepage des Landratsamtes online gestellt.

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