Nachdem seit neun Tagen keine Labormeldung einer Q-Fiebererkrankung beim Gesundheitsamt des Landratsamtes Zollernalbkreis einging, deutet alles auf ein Ende des aktuellen Ausbruches in Albstadt-Tailfingen hin.

87 Verdachtsfälle gemeldet

Insgesamt waren bei dem seit Ende Juli/Anfang August 2019 grassierenden Q-Fieber 87 Verdachtsfälle dem Gesundheitsamt gemeldet worden. Davon wurden 70 Fälle durch Blutuntersuchungen laborchemisch bestätigt. Seit Ende August sind nur noch wenige weitere Fälle dazugekommen. Diese Personen hatten sich erst im späteren Verlauf ihrer Q-Fieber-Erkrankung einer Blutuntersuchung unterzogen. Erkrankt waren ausschließlich Menschen, die im Raum Albstadt-Tailfingen wohnen oder sich in der Gegend aufgehalten hatten.

Schäfer über die Infektionswege informiert

Aufgrund der Tatsache, dass das Infektionsgeschehen mittlerweile über drei Monate zurückliegt, geht das Landratsamt davon aus, dass die ursächliche Schafherde nicht mehr festgestellt werden kann. Schäfer, die mit ihren Tieren im Zollernalbkreis weiden, wurden in den vergangenen Wochen intensiv über die Infektionswege der Krankheit, mögliche Vorsorgemaßnahmen wie Impfung und Maßnahmen zur Vermeidung der Verbreitung und Verhinderung der Übertragung auf den Menschen (Aufstallen beim Ablammen, Desinfektion) aufgeklärt.

Jeder einzelne Q-Fiebernachweis gemeldet

Potentiell infizierte Personen aus dem Bereich Albstadt waren in den vergangenen Wochen vom Blutspenden durch den Blutspendedienst Baden-Württemberg zurückgestellt worden. Zwischenzeitlich wurde aufgrund der sich entspannenden Situation dieser Ausschluss am 23. September 2019 wieder aufgehoben.

Aufgrund der Regelungen im Infektionsschutzgesetz wird jeder einzelne Q-Fiebernachweis bei einem Patienten (Erreger Coxiella burnetii) vom jeweiligen Untersuchungslabor dem zuständigen Gesundheitsamt gemeldet. Insofern wird die Q-Fieber-Situation im gesamten Zollernalbkreis, auch unabhängig von einem Ausbruchsgeschehen, vom Gesundheitsamt kontinuierlich überwacht.

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