Großbrand Preuhs AG baut nach Brand zügig auf

Die Büros der Thomas-Preuhs-Holding in Binsdorf wurden bereits gereinigt. Jetzt läuft die Reinigung der Produktionsräume mit Volldampf. Nächste Woche soll die Produktion wieder anlaufen.
Die Büros der Thomas-Preuhs-Holding in Binsdorf wurden bereits gereinigt. Jetzt läuft die Reinigung der Produktionsräume mit Volldampf. Nächste Woche soll die Produktion wieder anlaufen. © Foto:  Rosalinde Conzelmann
Rosalinde Conzelmann 13.01.2018

Thomas Preuhs hat eine Task-Force-Gruppe gegründet: Unter seiner Regie kümmern sich zehn Mitarbeiter mit Volldampf darum, dass nach dem verheerenden Großbrand in der Nacht zum 3. Januar wieder Normalität in den Betrieb einkehren wird. Der Binsdorfer möchte die abgebrannte Lagerhalle so schnell wie möglich wieder aufbauen.

Dem ersten Schock in der Brandnacht folgt wiedergewonnener Optimismus. „Es wird weitergehen“, sagt der Unternehmer. Eine Woche nach dem Feuer, das die Lagerhalle der Firma TOP (Thomas Preuhs GmbH) zerstört hat, muss er davon ausgehen, dass der Schaden bei weitem höher ist als die zunächst angenommenen fünf Millionen Euro. Sieben bis acht Millionen Euro, so die neue Zahl, die Preuhs jetzt nennt. Denn neben dem reinen Gebäudeschaden wiege vor allem der Inventarschaden schwer.

Brandursache noch unklar

Dass bei dem verheerenden Brand in der stürmischen Januarnacht keine Menschen zu Schaden gekommen sind, ist für den Unternehmer, der an der Spitze der Thomas-Preuhs-Holding steht, das Wichtigste. Die über 100 Feuerwehrleute hätten in der Brandnacht Immenses geleistet und so Schlimmeres verhindert, sagt er und spricht auch der Polizei, den Rettungskräften und allen Nachbarn seinen Dank aus. „Wir erfahren eine große Solidarität, das ist schön“, sagt er und ist davon überzeugt, dass dank der getätigten Brandschutzmaßnahmen und des Einsatzes der Wehr 130 Arbeitsplätze gerettet worden sind.

Nach wie vor steht die Brandursache noch nicht fest. Noch am Montag hat das LKA Proben in der Brandruine genommen. Die Ermittlungen der Polizei laufen weiter, ebenso haben Gutachter das Gerippe der Halle, die zum Teil wieder freigegeben wurde, unter die Lupe genommen.

Auch Chemiker haben Proben genommen. Nach deren Auswertung kam die Bestätigung, dass weder für die Bevölkerung noch für die Mitarbeiter ein gesundheitliches Problem bestand und besteht, teilt Preuhs mit.

Der Großbrand betrifft vor allem die Firmen Solare Datensysteme und TOP. In der Lagerhalle waren vor allem Elektrobauteile gelagert, die lange Lieferzeiten haben, und Ware von Kunden. Der Betrieb in den angrenzenden Schwesterfirmen der Holding, Solera, Ezee Energy und Micro, läuft ohne Einschränkungen weiter. Erfreulich ist auch, dass sämtliche Daten aller Firmen gesichert werden konnten.

Im Bürotrakt, den eine Brandschutzwand vor den Flammen geschützt hat, haben die Aufräumarbeiten bereits begonnen. Auch die Heizung funktioniert zwischenzeitlich wieder und die Maler sind im Treppenhaus fast fertig. Eine Spezialfirma mit 60 Kräften hat alles gereinigt und ist jetzt in den Produktionsräumen zugange. Nächste Woche soll die Produktion bei TOP wieder anlaufen. Die Produktionsräume, die unterhalb des Bürotrakts liegen, waren bisher über die Lagerhalle zugänglich. Hier wird zurzeit ein neuer Eingang geschaffen.

Insgesamt arbeiten bei der Preuhs-Holding 210 Menschen. Sie alle hätten sehr verständnisvoll und hilfsbereit auf die besondere Situation reagiert. „Ich bin stolz auf diese Truppe, die einfach weiterschafft“, betont Preuhs, dem auch viele Unternehmer ihre Hilfe angeboten haben. „Das ist toll“, sagt er.

Vom Bericht des Gutachters wird es abhängen, ob die Lagerhalle, die 2009 in Binsdorf gebaut wurde, ganz oder nur teilweise abgerissen wird. Der Holdingchef hat ein ehrgeiziges Ziel vor Augen: „Ich bin optimistisch, dass die Halle dieses Jahr wieder stehen wird.“ Rückhalt bei dieser Einschätzung geben ihm die gute Auftragslage und der positive Start der Firmen TOP und Solera ins neue Jahr.

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