Albstadt Pläne werden konkreter

HOLGER MUCH 21.10.2015
Wenn Thalia und Zollernalbhalle abgerissen würden, entstünde ein Defizit. Das könnte mit einem Sport- und Kulturzentrum aufgefangen werden.

Sowohl das Tailfinger Thalia-Theater als auch die Zollernalbhalle werden spätestens seit der Klausturtagung des Gemeinderates im Mai zum Thema Hallen als dringende Vertreter der Variante "Abriss statt Sanierung" gehandelt. Grund für diese Überlegung: Die Sanierung würde viel zu teuer. Abriss Thalia-Theater und Zollernalbhalle - ein Szenario, das man sich auf der Zunge zergehen lassen muss. Denn stünden beide Veranstaltungsorte nicht mehr zur Verfügung, würde damit ein riesiges Raumdefizit geschaffen.

Weder für große Sport- noch für professionell dargebotene Theaterveranstaltungen gäbe es einen adäquaten Raum. Auch andere Großveranstaltungen wie zum Beispiel die traditionelle Mineralien- und Fossilienbörse wären dann heimatlos. Dass dies nicht passieren darf, ist klar. Also, so erläutert Oberbürgermeister Klaus Konzelmann, muss Ersatz her.

Eine "eierlegende Wollmilchsau" soll sie werden, die neue große Halle, die die Albstädter Verwaltungsspitze ins Kalkül zieht. Die Herausforderung bei dieser Überlegung ist die Tatsache, dass das neue Gebäude beide, teilweise doch recht unvereinbar erscheinende Anforderungen harmonisch in sich vereinen muss: Das neue Gebäude sollte also einerseits als große Sport- und Veranstaltungshalle prächtig funktionieren, sollte andererseits die Theaterfunktion und Theateratmosphäre eines Thalia erfüllen.

Wie soll dies passen? "Zwei Hallen in einer", umreißt Oberbürgermeister Klaus Konzelmann grob die Idee: Es sollen aber natürlich nicht zwei Hallen gebaut werden, sondern schon nur eine einzige. Diese soll, so die rettende Idee, in sich aber mehr oder weniger zwei komplett unterschiedliche, räumlich getrennte Nutzungskonzepte unter einem gemeinsamen Dach vereinen.

Wie diese theoretisch verlockend klingende Lösung allerdings ganz praktisch aussähe, wie eine konkrete architektonische Gestaltung dieser Anforderungen umgesetzt werden könnte, dies möchte man sich in der nahen Zukunft bei einer Rundfahrt durch die neuern Hallen der Umgebung anschauen.

Der Platz für diese "eierlegende Wollmilchsau" wäre bereits vorhanden. Der Parkplatz direkt neben der Zollernalbhalle bietet sich an.

Erst wenn die neue Halle fertig wäre, sollen dann, damit keine Raum-Engpässe entstehen, die bisherigen Gebäude abgerissen werden.