Die Oldtimerfreunde der Freiwilligen Feuerwehren des Zollern­albkreises unternahmen eine Informationsfahrt. Die Teilnehmer aus Bisingen, Ostdorf, Burladingen und Tailfingen trafen sich dafür zunächst am Feuerwehrgerätehaus in Burladingen. Das Wetter hätte nicht besser sein können, und so fuhren die Mitglieder im Tross von fünf Fahrzeugen in Richtung Ehingen.

Historischer Mercedes gehört Bisinger

Das Mercedes-Auto und die vier Feuerwehrfahrzeuge sind alle zwischen 1950 bis 1963 gebaut. Der Mercedes ist im Besitz von Hubert Schoy aus Bisingen. Es handelt sich um ein Vorkriegsmodell eines Mercedes 170 Da.

Am Kalkofen-Museum bei Untermarchtal wurde eine Trink- und Vesperpause eingelegt. Anschließend ging die Fahrt weiter zur Kranbau-Firma Liebherr. Dort fand dann eine Betriebsbesichtigung statt. Karl Münst, Werksführer im Liebherr-Werk Ehingen, empfing die Gruppe.

Interessantes über die Funktion und den Bau von Mobil- und Raupenkräne

Durch eine Präsentation wurden die Besucher mit der Geschichte des Maschinenbauunternehmens vertraut gemacht. Danach begann die vierstündige Besichtigung in den Produktionshallen. Karl Münst wusste viel Interessantes über die Funktion und den Bau von Mobil- und Raupenkräne zu berichten. Die Tour wurde durch ein Mittagessen unterbrochen, das von der Firma Liebherr spendiert wurde.

Bei dem weiteren Rundgang über das große Freigelände konnte die Gruppe sehen, wie die riesigen Raupenkräne aufgebaut und geprüft werden. Der Größte dieser Krane kann bis zu 3000 Tonnen anheben und sich dabei noch fortbewegen. Bis eine solche Hebemaschine an einem seiner Arbeitsplätze in Stellung gebracht werden kann, sind zirka 170 ­Sattelzüge notwendig, um die Geräte für den Kran herbeizuschaffen.

Dank und Präsent für den Guide – Abschluss im Café

Vorbei an den fertiggestellten, geprüften, nach Kundenwunsch lackierten und zur Auslieferung bereitgestellten Mobilkränen ging es wieder zurück zum Empfangsgebäude. Zum Schluss überreichten die Oldtimerfreunde Guide Karl Münst ein Präsent. Ein herzlicher Dank galt auch Thomas Klein, er stellte das in seinem Privatbesitz befindliche Magirus LF16TS-Feuerwehrfahrzeug der Altersabteilung Tailfingen zur Verfügung. Auch die beiden Organisatoren Johann Pfister und Hubert Schoy haben Großes geleistet.

Nach dem Besuch bei Liebherr verließ die Gruppe Ehingen in Richtung Zwiefalten. Dort wurden in einem Café noch ein Eis oder ein Kuchen genossen. Auf der Rückfahrt am späten Nachmittag trafen sich die Ausflugsteilnehmer noch in Gauselfingen zum gemütlichen Beisammensein und einem Vesper.

Schließlich trennten sich die Wege, und alle fuhren an die jeweiligen Standorte zurück.

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Herkunft des Mercedes-Modells


Durch den Bombenhagel im Zweiten Weltkrieg, der auf die Produktionshallen von Mercedes niederging, wurden die Formen und Zeichnungen des Mercedes 170 Da durch Trümmer verschüttet. 1946 wurden die Unterlagen wiedergefunden, und es wurde mit dem Bau dieses Typs begonnen. Das Fahrzeug von Hubert Schoy wurde 1950 gebaut und hatte seine Erstzulassung im Januar 1951.