Beim Streuobstpreis des Landes Baden-Württemberg gibt es in der Regel drei Preisträger, in diesem Jahr sind es sogar vier, so Jan Großöhmigen von der Pressestelle des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg. Die Preise werden dabei nicht untereinander gewichtet (vom ersten bis vierten Platz), sondern sie sind alle gleichwertig, und jeder Preisträger erhält dasselbe Preisgeld in Höhe von 1000 Euro, erläutert Jan Großöhmigen.

Gewinner aus Rangendingen, Tübingen und Reutlingen

Mit den Streuobstpreis Baden-Württemberg würdigt das Land herausragendes Engagement zum Erhalt der Streuobstwiesen. Die Preisträger des im Jahr 2019 vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz ausgelobten Wettbewerbs „Artenreiches Grünland – Die Farben unserer Streuobstwiese“ sind: die Regionalgruppe Tübingen des Netzwerks Blühende Landschaft (Landkreis Tübingen), die Familie Geigle (Landkreis Reutlingen), der Obst- und Gartenbauverein Rangendingen (Landkreis Zollernalb) sowie die Initiative Feines von Reutlinger Streuobstwiesen (Landkreis Reutlingen). Sie alle dürfen sich über das attraktive Preisgeld freuen.

Minister Hauk: „Wir zeichnen vorbildliche Projekte aus“

„Wir zeichnen vorbildliche Streuobst-Projekte aus, in denen die Streuobstwiesen mit besonderem Augenmerk auf die Biodiversität bewirtschaftet werden. Die ausgewählten Preisträgerinnen und Preisträger zeigen beispielhaft, wie man Streuobstwiesen zu artenreichen und wertvollen Lebensräumen für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten macht. Ihre Motivation und ihr Einsatz verdienen unsere höchste Anerkennung“, betonte Peter Hauk, der Minister für Ernährung und Ländlichen Raum, bei der Preisverleihung. Das Engagement für eine artenreiche Kulturlandschaft sei heute wichtiger denn je. „Es gilt, Menschen für die naturnahe Pflege und Nutzung der Streuobstwiesen zu motivieren. Nur so können auch künftige Generationen eine intakte, vielgestaltige Kulturlandschaft genießen“, so Hauk.

Großes Lob für die Rangendinger

Das Land Baden-Württemberg trage eine besondere Verantwortung für den Erhalt der Streuobstbestände. Daher unterstütze es gerne Initiativen, in denen Bürgerinnen und Bürger aktiv und oftmals ehrenamtlich Ideen zur Bewahrung der Streuobstwiesen entwickeln und umsetzen. Der Obst- und Gartenbauverein Rangendingen bewirtschaftet eine sehr artenreiche Streuobstwiese mit situationsbezogener Staffelung der Mahd. Der Baumbestand ist altersdifferenziert mit vielen Sorten. Darüber hinaus organisiert der Verein weitere Projekte, die der Artenvielfalt dienen, wie zum Beispiel Totholzerhalt, die Anlage von Reisighaufen, einer Trockenmauer oder einem Bienenhotel. Auch die Zusammenarbeit mit einem Imker und Jugendaktionen sind würdigend hervorzuheben. Das Obst wird teilweise zu Saft für eine Schulmensa, womit der Verein den Bezug von jungen Menschen zum Streuobst fördert, so die Begründung der Fachjury.

Insgesamt 40 Bewerbungen lagen vor

Insgesamt 40 Bewerbungen von Privatpersonen, Kindergärten, Vereinen und Kommunen aus ganz Baden-Württemberg sind im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz eingegangen. Eine Fachjury bewertete unter anderem die Konzepte zur Pflege und Nutzung des Unterwuchses sowie der Verwertung des Obstes, Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt und die aussagekräftige Darstellung durch Fotos.

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