Ebingen Neuer Ofen für Krematorium in Albstadt

Noch tut der alte Ofen im Ebinger Krematorium seinen Dienst.
Noch tut der alte Ofen im Ebinger Krematorium seinen Dienst. © Foto: Holger Much
Albstadt / Holger Much 04.02.2019
Gasbefeuerte Anlage ist der erste Schritt für eine umfassende Modernisierung.

Das Krematorium in Albstadt soll weitergeführt werden. Diesen Grundsatzbeschluss fasst der Albstädter Gemeinderat bereits Mitte November 2017. Wesentlicher Aspekt dieses Beschlusses war die Umstellung vom vorhandenen Elektroofen auf einen gasbefeuerten Ofen.

Am Donnerstagabend stimmte der Gemeinderat nun einstimmig zu, den Auftrag zum Einbau eines gasbefeuerten Kremierofens an die Firma Ruppmann GmbH aus Stuttgart zum Angebotspreis von 588 000 Euro brutto zu vergeben.

Existenz stand auf der Kippe

Damals vor rund zwei Jahren stand die Existenz der Einrichtung auf der Kippe. Denn Gründe, einen Schlussstrich zu ziehen, gab es einige. Seit dem Jahr 2012 wird jährlich ein Minus erwirtschaftet. Im Jahr 2013 belief sich der Abmangel auf rund 67 000 Euro, 2016 auf bereits 129 000 Euro. Grund hierfür: Die Kremationszahlen gehen allgemein zurück. Rund 800 Kremationen pro Jahr sind es aktuell etwa. Dennoch möchte die Verwaltung eine Schließung verhindern.

Stattdessen soll, fußend auf einer in Auftrag gegebenen Studie, das Krematorium insgesamt moderner, zeitgemäßer und für die Angehörigen von Verstorbenen auch optisch attraktiver gestaltet werden. Zudem soll das Krematorium möglichst preiswerter wirtschaften.

Dazu gehört der Austausch des Ofens. Das bisherige Modell funktionierte über elektrisch betriebene Heizschlangen. Der Energieaufwand, diese auf die nötige Betriebstemperatur zu bringen, ist hoch. Zudem kann der Vorgang, ist der Ofen einmal ganz ausgekühlt, gut und gern mehrere Tage gehen.

Nun wird ein moderner Ofen angeschafft, der mit Gas befeuert wird. Der wird, erläutert Friedhofsleiterin Silke Meboldt, deutlich kürzere Kremationszeiten und einem geringeren Energieverbrauch haben. Trotz der vergleichsweise hohen Investitionskosten wird der neue Ofen einen Kostenvorteil von etwa 30 bis 40 Euro pro Kremation besitzen. Mittelfristig macht sich die Anschaffung also bezahlt, sagt Silke Meboldt.

Der neue Ofen kommt direkt neben das bisherige Gerät. Bereits beim Bau der gesamten Anlage Anfang der 80er-Jahre wurde der Einbau eines zweiten Ofens angedacht, der Umriss wurde damals schon im Boden festgelegt. Auch die notwendigen Schienen, um den Sarg in die Öffnung zu fahren, wurden installiert. Der alte Ofen bleibt nach dem Bau des neuen aber erst einmal bestehen.

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