Bei der Balinger Gartenschau sollen links und rechts der Eyach die Menschen bis zur Stadtmühle flanieren. Bisher geht das nur entlang der Bizerba-Arena. Auf der gegenüberliegenden Seite endet die Hindenburgstraße in einem Gewerbebetrieb. Um den ganzen Bereich fit für die Gartenschau zu machen, soll das Areal neu geordnet werden.

So soll der letzte Teil der Hindenburgstraße zu einem Anliegerweg mit Hochwasserschutz zurückgebaut werden. Die Erschließung des städtischen Bauhofs und der Gewerbebetriebe soll künftig über einen neuen Kreisverkehr von der L 415 aus erfolgen. Dieser soll stadtauswärts hinter der Hobbylandhalle angelegt werden und einen Durchmesser von mindestens 36 Metern haben.

Die Planung des neuen Kreisverkehrs soll am kommenden Mittwoch vom Technischen Ausschuss an das Büro Ohnmacht aus Sulz am Neckar zu einem Angebotspreis von 65 497 Euro vergeben werden. Die Planung müsse unverzüglich aufgestellt und bis zum 31. Juli abgeschlossen sein, heißt es von Seiten der Stadt. Denn die Zeit drängt. Laut Verwaltung muss mit dem Bau des Kreisverkehrs spätestens im März 2020 begonnen werden, damit die Folgemaßnahmen in der Hindenburgstraße – die Voraussetzung für die Gartenschau sind – rechtzeitig zur Sommerpause 2020 beginnen können.

Das Regierungspräsidium Tübingen hat am 10. Juli 2018 schriftlich die Zustimmung zu dem neuen Anschluss signalisiert. Somit dürfte auch rechtlich nichts gegen die neue Anbindung sprechen.

Der Kreisverkehr ist Teil des Sanierungsgebiets Nördliche Hindenburgstraße, für das die Stadtverwaltung im vergangenen Jahr einen Antrag zur Aufnahme in ein Programm zur städtebaulichen Erneuerung und Entwicklung gestellt hat. Damit erhofft man sich Zuschüsse vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau.

Von der ursprünglich einmal angedachten Verlegung des städtischen Bauhofs ist man mittlerweile abgekommen. Stattdessen soll die Anlage in den kommenden Jahren umfassend saniert und umstrukturiert werden. Zudem sollen weitere Flächen dazukommen.

Ebenfalls im Sanierungsgebiet mit drin ist der heutige Schlachthof. Er soll 2022 stillgelegt werden. Laut Stadtverwaltung könnte die Fläche angrenzenden Gewerbebetrieben zur Verfügung gestellt werden, so dass diese sich erweitern können.

Parallel zum verkehrsberuhigten hinteren Teil der Hindenburgstraße soll direkt an der Eyach ein Trampelpfad angelegt werden. Beide Wege sollen dann in einen sogenannten Entdeckergarten führen.