Gab es beim Bauerntag 2019 noch den an Naturschützer gerichteten Vorwurf der „billigen Polemik", zeigten die Redner nun Willen und Bereitschaft zum schonenderen Umgang mit Natur und Artenvielfalt, heißt es in einer Pressemitteilung des Nabu Zollernalb.

Nabu-Freude über Bekenntnis der Bauern zum „Eckpunktepapier“

Besonders freut die Naturschützer im Zollernalbkreis das Bekenntnis zum sogenannten „Eckpunktepapier“ der Landesregierung. Dieses stellt bekanntlich einen Kompromissvorschlag der Landesregierung dar, mit dem wichtige Forderungen des hierdurch erledigten Volksbegehrens „Rettet die Bienen“ umgesetzt werden. Ein entsprechender Gesetzentwurf liegt bereits vor.

Dass mehr Artenschutz und mehr Tierwohl deutlich verbesserte Rahmenbedingungen bei der Förderung, allen voran der milliardenschweren EU-Subventionen, wie auch ein geändertes Käuferverhalten voraussetzen, ist auch bei den Naturschützern unbestritten. Nur so könne dem „besorgniserregenden Arten- wie auch Höfesterben“ entgegengewirkt werden.

Nabu bekräftigt Bereitschaft zum Dialog

Der Nabu erinnert in diesem Zusammenhang auch an das vom Nabu-Landesverband initiierte Dialogforum Landwirtschaft“, in dem schon seit Jahren ein konstruktiver Austausch der Auffassungen stattfinde. Mit der neuen „Offenheit“ beim Bauernverband auf Landes- und Kreisebene bestehe nun eine große Chance, dem Ziel einer Landwirtschaft näher zu kommen, die den Erhalt der Artenvielfalt noch besser im Blick hat. Der Nabu-Landesvorsitzende Johannes Enssle habe bereits seine Bereitschaft zum verstärkten konstruktiven Dialog bekräftigt. Auch der Kreisverband Zollernalb will dies nach Kräften unterstützen.

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