Ebingen Mekutec macht dicht

Ebingen / RALPH CONZELMANN 13.09.2013
Es ist das letzte Kapitel in der Insolvenz des Ebinger Metallbetriebs Mekutec: Das Unternehmen wird geschlossen, 115 Arbeitsplätze gehen verloren.

Das Aus für Mekutec hatte sich Ende Juli abgezeichnet, als die Schließungsabsicht offiziell gemacht wurde. Am 1. August meldete das Unternehmen, das zur Härter-Gruppe gehört, Insolvenz in Eigenverwaltung an. In einer Betriebsversammlung am Dienstag wurden die Beschäftigten über den Verhandlungsstand des Interessenausgleiches und des Sozialplanes informiert. Michael Föst, Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Albstadt, spricht vom "traurigsten Abschnitt der Firma". Ende Februar 2014 sind die Schotten dicht.

In einer Presseerklärung teilt die IG Metall mit: Nach der Eröffnung der Insolvenz hatte man noch die Hoffnung, dass der Eigentümer einen Insolvenzplan zur Fortführung oder zum Verkauf der Firma vorlegen würde. "Es ist sehr enttäuschend, dass der Eigenverwaltung nur die Schließung des Standortes eingefallen ist", sagt Michael Föst und ergänzt, "dass die Geschäftsführung dafür die Verantwortung trägt". Die Beschäftigten hätten "eine gute Arbeit abgeliefert und mit sehr flexiblen Arbeitszeitmodellen die Produktion aufrecht erhalten." Der Anhäufung der Verluste in Millionenhöhe hätte das Management viel früher mit geeigneten Mitteln begegnen müssen.

Stattdessen verlieren 115 Arbeitnehmer im Februar ihren Arbeitsplatz. Michael Föst erklärt: "Die Gestaltung eines Sozialplanes war durch die gesetzlichen Vorgabe einer Insolvenz nur eingeschränkt möglich."

Als Verhandlungsergebnis stellte der IG-Metaller in der Betriebsversammlung klar, dass es einen Anspruch auf Abfindung gebe und Regelungen für jene Beschäftigte getroffen wurden, die an den Standort der Firma Härter in Königsbach-Stein wechseln. Zudem werde Härter durch einen finanziellen Beitrag allen Beschäftigten die Möglichkeit einer Transfergesellschaft (BQG) ermöglichen.

"In dieser schwierigen Situation ist es trotz des Verlustes des Arbeitsplatzes ein Lichtblick für die Beschäftigten", meint Föst.