Meßstetten Lea winterfest machen

Meßstetten / OLGA HAUG 24.10.2015
Überdachungen bei der Essensausgabe und Pavillons im Freien sollen den Außenbereich der Lea auch im Winter zu einem erträglichen Ort machen.

Generell sei die Lan- deserstaufhahmestelle in Meßstetten winterfest, sagt Lea-Leiter Frank Maier. Sämtliche Räume, die auch zum Teil zweckentfremdet als Schlafräume dienen, seien optimal beheizt. Dies sei auch schon zu Bundeswehrzeiten nicht anders gewesen. Auch Integrationsministerin Bilkay Öney machte sich bei ihrem Besuch diese Woche keine Sorgen um den bevorstehenden Winter, sind die Flüchtlinge trotz Überbelegung doch in festen Gebäuden untergebracht.

Bei seinem jüngsten Besuch mahnte Landrat Günther-Martin Pauli allerdings, dass die Lea auf den Winter vorbeteitet werden müsste. Er bezog sich hierbei allerdings explizit auf den Außenbereich. Angesichts der Überbelegung müssen Möglichkeiten geschaffen werden, sich auch im Winter im Freien aufhalten zu können. Pauli gab deshalb Pavillons in Auftrag - drei an der Zahl.

Außerdem sei eine Überdachung an der Stelle nötig, wo sich Neuankömmlinge samt Gepäck erst mal unterstellen können. Ebenso sei eine Überdachung bei der Kantine unabdingbar. Die Schlange bei der Essensausgabe reiche in der Regel bis nach draußen. Dieses Problem will man zudem mit einer zweiten Kantine eindämmen.

Die Kantine sei zwar schon lange in Planung, aus diversen Gründen aber noch nicht realisierbar gewesen, sagt Maier. Im ehemaligen Offiziersheim wird nun die zweite Kantine eröffnet, auch wenn die Flüchtlingszahlen derzeit leicht zurück gehen. Gestern verließen über 100 Flüchtlinge die Lea wieder. Der aktuelle Stand liegt dann bei etwa 3100 Personen. Womit der leichte Rückgang zusammenhängt, könne laut Integrationsministerin Öney nicht genau gesagt werden. Vielleicht habe dies mit den Grenzschließungen in einigen europäischen Ländern zu tun. Möglich wäre aber auch, dass es sich dort staut und Deutschland bald wieder viele Flüchtlinge aufnehmen muss.

Generell sei es aber so, sagte Öney, dass im Winter aufgrund erschwerter Reisebedingungen weniger Flüchtlinge kommen. Ob dies allerdings auch für den kommenden Winter gilt, will Lea-Leiter Maier nicht unterschreiben. Dass über die Mittelmeerroute erfahrungsgemäß weniger kommen, sei nachvollziehbar. Aber ob das auch für die Balkanroute gelte, sei schwer abzuschätzen.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel