Zollernalbkreis Kreis und DRK senden Leitstellensignale

Landrat Günther-Martin Pauli (links) und Co. erlebten den Job des Leitstellendisponenten Stefan Müller hautnah.
Landrat Günther-Martin Pauli (links) und Co. erlebten den Job des Leitstellendisponenten Stefan Müller hautnah. © Foto: Michael Würz
Zollernalbkreis / Klaus Irion 06.07.2018

„Nein, wir haben keinerlei Signale, dass unsere integrierte Leitstelle aufgelöst werden soll.“ Unisono bestätigten dies Landrat Günther-Martin Pauli, sein Stellvertreter Matthias Frankenberg, der Vorsitzende des DRK-Kreisversbands Heiko Lebherz, Kreisbrandmeister Stefan Hermann und der Geschäftsführer des DRK Zollernalb, André Salinger. Sie hatten gemeinsam in die DRK- und Feuerwehrleitstelle in Balingen eingeladen, um die überarbeitete Leitstellenvereinbarung zwischen Landkreis und Rotem Kreuz vorzustellen. Sie beinhaltet künftig in der ohnehin bereits bestehenden Kostenteilung auch das erst jüngst eingeführte digitale Alarmierungssystem. „Wir sprechen hier von rund 800 000 Euro Investitionskosten und laufenden Kosten von 50 000 Euro bis 60 000 Euro pro Jahr“, erklärte der Erste Landesbeamte Frankenberg.

Von Seiten des Kreistages wurde dies alles bereits abgesegnet. Und auch die Krankenkassen, die als Kostenträger den 50-prozentigen DRK-Anteil stemmen, seien damit einverstanden gewesen, so DRK-Geschäftsführer Salinger.

Landkreis und DRK haben mit dieser Maßnahme ihre Hausaufgaben gemacht und wären nach Auskunft der Anwesenden damit auch in der Lage, irgendwann einmal die Aufgaben einer Leitstelle über den Zollernalbkreis hinaus zu übernehmen. Also das zu tun, was manch ein Politiker und Krankenkassenvertreter in den vergangenen Jahren gefordert hatte: die Regionalisierung einiger vorhandener Leitstellen bei gleichzeitiger Schließung anderer Einrichtungen dieser Art.

Wobei sich Landrat Pauli und der DRK-Kreisvorsitzende Lebherz sofort von etwaigen konkreten Regionalisierungsplänen im eigenen Haus distanzierten. „Wir wollen, dass die lokale Struktur überall erhalten bleibt“, so Lebherz.

Gleichwohl ist die Regionalisierungskuh offensichtlich noch immer nicht gänzlich vom Eis. Liest man das Eckpunktepapier der von der Landesregierung ­eingesetzten Lenkungsgruppe „Leitstellenstruktur in Baden-Württemberg“ ist dort tatsächlich von guten lokalen Gegebenheiten die Rede. Garantien für alle Leitstellen aber sucht man vergebens.

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