Notfallsprechstunde Kindernotdienst in den Kreisen Zollernalb und Sigmaringen startet definitiv

Landrat Günther-Martin Pauli brachte persönlich das Schild an.
Landrat Günther-Martin Pauli brachte persönlich das Schild an. © Foto: Pascal Tonnenmacher
Pascal Tonnemacher 31.03.2017

Wichtiges Zeichen für alle Eltern aus dem Zollernalbkreis und dem Landkreis Sigmaringen: Die Kindernotfallsprechstunde im Ebinger Emma-Beck-Haus wird mit Gewissheit starten. Landrat Günther-Martin Pauli sagt über den aktuellen Stand der Dinge: „Ich bin froh, dass die konstruktive Zusammenarbeit mit dem Landkreis Sigmaringen und den Kinderärzten schlussendlich erfolgreich war“. Die Kinderärzte hätten ihre Hausaufgaben gemacht, jetzt liege der Ball im Feld der Kassenärztlichen Vereinigung (KV).

Konkret bedeutet dies, dass die Kinderärzte eingelenkt und den Vertrag der KV unterschrieben haben – jedoch mit eigenen Ergänzungen. Sie stehen damit bei der KV in der Pflicht und müssen ein bis zwei zusätzliche Notdienstschichten im Jahr in den Portalpraxen leisten – damit Dienstgerechtigkeit herrscht. Ob die Sprechstunde bereits an diesem Sonntag stattfinden kann, hängt nun von der KV ab. Diese hat die unterzeichneten Verträge am Mittwoch erhalten. Unklarheiten, was die Haftung und die Trägerschaft anbelangt, konnten ausgeräumt werden, berichtet Michaela Czempiel. Die Kinderärzte können, wenn die KV abschließend zustimmt, wie gewohnt abrechnen.

Insgesamt zehn Kinderärzte, sieben aus dem Zollernalbkreis und drei aus dem Landkreis Sigmaringen, werden wie berichtet zukünftig für Eltern und Kinder sonntags von 10 bis 13 Uhr und 14 bis 18 Uhr zur Verfügung stehen. Manche Ärzte werden die Medizinischen Fachangestellten aus ihrer Praxis mitnehmen, sechs weitere stehen für die anderen bereit. Die Räume sind bereits fertig eingerichtet. Das Wartezimmer ist kindgerecht und freundlich gestaltet, die Sprechzimmer vollständig ausgestattet. Rund 3000 Euro gingen laut Pauli auf dem Spendenkonto des Landratsamts ein; von der Stiftung Mensch werde ein fünfstelliger Betrag erwartet.

Die Bürgerinitiative dankt allen Beteiligten, den Kinderärzten und Landrat Günther-Martin Pauli, aber auch Dr. Johannes Fechner von der KV für die schlussendlich erfolgreiche Zusammenarbeit.