Albstadt Impulsprojekte führen Stadt in gute Zukunft

Albstadt / Holger Much 05.02.2018
Der Albstädter Gemeinderat hat das Stadtentwicklungskonzept 2030+ verabschiedete. Von allen Fraktionen gab es Lob.

Am Mittwoch, 21. Februar, wird das Stadtentwicklungskonzept 2030 den Albstädter Bürgern vorgestellt. Der Gemeinderat verabschiedete bereits das Konzept mit dem Titel „Albstadt 2030+, Zukunft gestalten“ vor Kurzem mit zwei Enthaltungen. Das Konzept erntete überwiegend großes Lob.

Als einen „roten Faden in die Zukunft“ bezeichnet Baubürgermeister Udo Hollauer das Ergebnis. Erarbeitet wurden zu den Themenbereichen Soziales, Bildung, Sport, Gesundheit, Kultur, Nahversorgung, Freizeit, Mobilität, Arbeit, Einkaufen, lebendige Zentren, Innenstadtentwicklung, Wohnen und Wohnumfeld sowie räumliches Leitbild nicht nur generelle Richtlinien für künftige Entscheidungen des Gemeinderates und der Verwaltung, sondern auch ganz konkrete Aufgabenstellungen, sogenannte Leit- und Impulsprojekte. Wichtig sei, sagt Dr. Alfred Ruther-Mehlis vom Institut für Stadt- und Regionalentwicklung an der Hochschule Nürtingen-Geislingen (IfSR), dass diese Projekte absolut alltagstauglich seien. Die Stadt soll zukunftsfest gemacht werden. Diese insgesamt 15 Leit- und Impulsprojekte sind Kern des Konzeptes:

Erstes Projekt: Die Etablierung barrierefreien Wohnens in Pfeffingen. Im Bereich Bolstraße/Zillhauser Straße kann auf städtischem Grund ein entsprechendes Angebot entstehen. Im Bereich Rosenbrunnen soll im Gespräch mit Grundstückseigentümern eine mögliche Bebauung der innerörtlichen Freifläche mit Einfamilienhäusern besprochen werden.

Das zweite Impulsprojekt betrifft das Lautlinger Schempp-Areal. Hier sollen Überlegungen angestellt werden, wie die Brache gegenüber des Bahnhofs attraktiv reaktiviert und in Wohnraum umgewandelt werden kann. Dies hängt mit Projekt drei zusammen, der generellen Aktivierung von Gewerbebrachen in Albstadt.

Das vierte Projekt setzt sich mit dem Wohnen im Ebinger Hufeisen auseinander. Die Wohnqualität soll hier erhöht werden. In Laufen soll laut Projekt Nummer fünf in der Riesestraße Wohnen und Gewerbe entflochten werden. Rund um die im Entstehen begriffene Tailfinger Technologiefabrik dreht sich das Impulsprojekt sechs, während es bei Projekt sieben um die Schaffung eines Medienzentrums in der Ebinger City geht. Projekt acht widmet sich dem Albstadion in Ebingen mit den Schlagworten Sport, Freizeit und Park, während sich das neunte Impulsprojekt mit der Realisierung von sogenannten Bürgerhäusern in den Stadtteilen beschäftigt. Wichtig ist Baubürgermeister Udo Hollauer die Einrichtung eines Citymanagements mit dem Schwerpunkt Ebingen: Projekt 10. Onstmettingen selbst bekommt als Stadtteil das Projekt 11. Nummer 12 betrifft die Ebinger Untere Vorstadt sowie die Entwicklungsperspektiven, die man in diesem Bereich sieht.

Zudem soll laut Impulsprojekt 13 mehr Grün in die Ebinger City gebracht werden. Projekt 14 sieht die Schmiecha als grünes Band vor allem im Talgang, das attraktiver gestaltet werden soll. Und zu guter Letzt soll laut Projekt 15 das bisher nicht wirklich einladende Umfeld des Ebinger Bahnhofes angepackt werden.

Roland Tralmer (CDU) freute sich, dass Albstadts Bürger bereit seien, sich in die Gestaltung ihrer Stadt einzubringen. Manuela Heider (Freie Wähler) betonte die Bedeutung der Themen Arbeit und Gewerbe sowie Innenentwicklung und Wohnen. Auch Lara Herter (SPD) unterstrich die Wichtigkeit bezahlbarer Wohnungen sowie eines funktionierenden ÖPNV, guter Bahnverbindungen sowie eines attraktiven Kulturlebens für junge Familien. Auf den Hinweis von Olaf Baldauf (CDU), wie wichtig und zentral das Thema Digitalisierung und der Ausbau des Glasfasernetzes sei, wurde dieser Punkt noch in die Liste aufgenommen. Generell, betonte Oberbürgermeister Konzelmann, sei dieses Thema für die Albstädter Verwaltung eine Selbstverständlichkeit. Zudem sei Albstadt am weitesten im Zollernalbkreis, was dieses Thema betreffe.

15

Leit- und Impulsprojekte sind Kern des Albstädter Stadtentwicklungskonzeptes 2030+. Themen sind unter anderem Bildung, Soziales, Sport, Gesundheit und Kultur.