Zollernalbkreis Im Winter besser mal das Licht brennen lassen

Kommissar Klaus Hellstern.
Kommissar Klaus Hellstern. © Foto:  
Zollernalbkreis / SWP 20.10.2015
Thema bei der Oktoberversammlung der IG-Metall-Senioren in Ebingen war "Sicher wohnen - Möglichkeiten des Einbruchschutzes".

Hauptkommissar Klaus Hellstern von der kriminalpolizeilichen Beratungsstelle in Balingen erläuterte den 41 IG-Metall-Senioren im Gasthaus "Grüne Au" in Ebingen, wie wichtig die Präventivvorsorge ums eigene Wohnen gerade in der dunklen Jahreszeit ist. Er erhalte viele Anfragen besorgter Bürger aus den fünf Landkreisen, die seine Beratungsstelle berät.

Um den gestiegenen Anforderungen gewachsen zu sein, versuchen die Behörden auch altershalber ausgeschiedene Fachleute zu reaktivieren. Große Sorge habe man entlang der Autobahnen mit bandenmäßigen Einbrüchen. Da für Schmuck und andere Wertgegenstände bei den Einbrechern oft nur etwa der zehnte Teil des Wertes ankommt, steigt die Häufigkeit der Einbruchsdiebstähle. Einbrecher orientieren sich an leichten Möglichkeiten schnell zum Ziel zu kommen. Sie achten auf offene Garagen, gekippte Fenster und unbewohnt (dunkel) aussehende Häuser ohne Innenbeleuchtung. Wenn dazu noch alle Rollläden zu sind, werden solche Objekte bevorzugt. Es ist für die Einbrecher wichtig, dass es schnell und risikolos geht, da sie in der Regel von weit herkommen und schnell weg müssen. Wenn sie erwischt und erkennungsdienstlich erfasst sind, werden sie für die Bosse wertlos und unbrauchbar.

Was kann man auch mit einfachen Mitteln tun, um sein Heim besser zu schützen? Bei kurzer Abwesenheit in zwei, drei Räumen das Licht brennen lassen. Fenster geschlossen halten und an gefährdeten Fenstern die Rollläden schließen, da das aufhebeln Lärm macht. Automatisches Licht per Bewegungsmelder ist zwar praktisch, erspart aber dem Einbrecher die Taschenlampe. Zur Abschreckung an nicht einsehbaren Hinterhausfronten ist ein LED-Dauerlicht zu empfehlen, da der Dieb nicht sicher ist, ob Kameras oder andere Sicherheitssysteme vorhanden sind.

Sicherheitssysteme sollte man nicht auf der Straße kaufen, sondern sich beraten lassen und zum Fachhandel gehen. Fenster- und manuelle Türzusatzschlösser sind hilfreich. Seit man über Satellit und Handy nahezu jedes Haus anschauen kann, haben es Einbrecher viel leichter, diese auszuspähen.

Zum Thema Wohnungssicherheit ging Hellstern auch auf die große Anzahl der Rauchmelder Systeme ein und an welchen Stellen (Schlafzimmer und Flure) man diese am besten anbringt. Man sollte sie nicht abstauben oder staubsaugen und Wegwerfartikel nach zwei bis drei Jahren durch neue ersetzen. Hilfreich, auch in allen Notfällen, sind Schock- und Panikschalter, die alle Räume beleuchten. In der Umgebung sollte man zur Abschreckung auffällige Autos mit dem Handy fotografieren und unauffällig Präsenz zeigen, ohne aufdringlich zu wirken.

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