Balingen Ideen für Gartenschau werden gesucht

Wie könnte es rund um die Eyach in der Mitte Balingens künftig aussehen? Darüber dürfen sich 20 Fachbüros für die Gartenschau ab sofort den Kopf zerbrechen.
Wie könnte es rund um die Eyach in der Mitte Balingens künftig aussehen? Darüber dürfen sich 20 Fachbüros für die Gartenschau ab sofort den Kopf zerbrechen. © Foto: Nicole Leukhardt
Balingen / Nicole Leukhardt 15.05.2018

Trockene Materie“ nannte Oberbürgermeister Helmut Reitemann das, was Johann Senner vom gleichnamigen Planungsbüro dem Gremium des Gartenschauausschusses am Mittwochabend darlegte.

Der Fachmann vom Bodensee stellte den Ratsmitgliedern den landschaftsarchitektonischen Realisierungswettbewerb mit Ideenteil vor, der das Gartenschaukonzept für Balingens grüne Mitte hervorbringen soll. Das Gebiet erstreckt sich von der Schellenbergbrücke bis hin zum Eingang ins Wolfental.

20 Büros aus ganz Europa dürfen sich Gedanken machen, wie die Aufenthaltsbereiche gestaltet werden sollen, wie der Stadtgarten in Zukunft aussehen könnte und auch wie die Wegeverbindungen laufen sollen. Drei der 20 Büros sind aus dem Ländle und vorab gewählt worden. Der Rest darf sich bewerben. „Die Planungsleistung jedes Büros hat einen Gegenwert von rund 20 000 Euro“, verdeutlichte Johann Senner am Mittwochabend. Bezahlen müsse die Verwaltung aber lediglich das Preisgeld in Höhe von 80 000 Euro. Dazu kommen weitere 15 000 Euro als Anerkennungen sowie 55 000 Euro für Nebenkosten und das Preisgericht.

Gute Ideen sind gefragt

Ende September müssen die Büros ihre Vorschläge abgegeben haben. Neben dem Realisierungsteil von 9,9 Hektar, der auch umgesetzt wird, machen sich die Planer Gedanken für den Ideenteil von drei Hektar.

„Wir nehmen die immense Vielfalt der Vorschläge mit“, erklärte Balingens Baudezernent Michael Wagner. Nicht nur die Anbindung des großen Freibadparkplatzes, sondern auch den Übergang zur Eckenfelderstraße und den kleine Freibadparkplatz haben die Planer in das Ideengebiet aufgenommen. Neu dazugekommen ist auch das Strasserareal. „Sie rennen damit bei uns offene Türen ein“, freute sich Ratsmitglied Dr. Dietmar Foth (FDP). Auch zwischen der Stadthalle und Etzelbach gebe es noch Raum für gute Ideen, erklärte Michael Wagner.

Die Baukosten im Blick

Gleichzeitig stellen die Büros Überlegungen an, wie die Ausstellungsflächen während der Gartenschau aussehen könnten. „Diese werden wir zwei Jahre vor der Ausstellung in einer Mehrfachbeauftragung angehen“, erklärte Wagner das weitere Prozedere, wenn die Gartenschau näher rückt. Neben vielen Kriterien müssen die Büros auch nachweisen, dass sie im Rahmen der geplanten Baukosten arbeiten. 6,5 Millionen Euro netto plant die Stadtverwaltung für diesen Abschnitt ein. Nicht enthalten sind etwaige Abbruchkosten, Altlastenentsorgung und Gebäudesanierungen.

Die Umsetzung soll Ende 2019, Anfang 2020 beginnen. Vom Gremium gab es einstimmig grünes Licht. Was den Aktivpark anbelangt, sucht die Verwaltung mit dem Büro Klotz und Partner einen Landschaftsarchitekten, der Hand in Hand mit der Stadt arbeitet.

Aus fünf Anbietern, die bis zum 15. Mai ihre Ideen unterbreiten, wählt die Verwaltung den Besten aus, so dass die Planungen bereits im Herbst starten können. „Dann wird die Sache auch für uns alle griffiger“, versprach Oberbürgermeister Helmut Reitemann.