Sein Frauchen schlägt deshalb Alarm und warnt andere Hundebesitzer. Ihr Australian-Shepherd-Border-Collie-Mix hatte nochmals Glück: Er ist noch immer angeschlagen, aber augenscheinlich über den Berg. Sie hat auch die Stadt Geislingen informiert, die Hundebesitzer bittet, vorsichtig zu sein.
Die Geislingerin schildert uns den Vorfall: Sie sei mit ihrer Mutter am Montagabend im Gewann Ried gewesen, um nach den Tieren zu schauen, die die Familie dort hält. Nanuk habe sie begleitet und sei frei auf dem Gelände herumgestreunt, das er bestens kennt, während sie ihre Arbeit erledigt hätten.

Der Rüde bekam Durchfall

Nach der Heimfahrt sei ihr daheim aufgefallen, dass ihr vierbeiniger Gefährte, den sie seit Februar 2019 hat, nicht so lebhaft war wie sonst. „Er lag nur rum.“ Als sein Zustand am nächsten Morgen nicht besser war und Nanuk schwer atmete und Durchfall bekam, ist sie mit ihm zum Tierarzt gefahren.

Es war eindeutig Rattengift

Die Diagnose der Tierärztin – „Nanuk wurde vergiftet“ – schockierte die Hundehalterin. Es gebe keinen Zweifel, dass der Rüde Rattengift erwischt habe. „Wäre die Dosis größer gewesen, hätte er sterben können“, sagt die Hundebesitzerin, die es noch immer nicht fassen kann, dass es Menschen gibt, die Tieren auf diese Weise Schaden zufügen möchten. „Das ist doch ein Lebewesen.“
Nanuk wurde sofort mit Medikamenten behandelt und durfte danach mit seinem Frauchen wieder nach Hause. Bei der Behandlung durfte sie coronabedingt nicht dabei sein, die Tierärztin habe sie aber ausführlich informiert über seinen Zustand und die Ursache dafür. Es wurde dem Tier auch noch Blut abgenommen, aber das Ergebnis lag am Dienstag noch nicht vor. „Er ist immer noch geschwächt und angeschlagen“, sagt sein Frauchen, die ihm weiter Medikamente verabreichen muss.

Stadt mahnt zur Vorsicht

Die Tierhalterin ist überglücklich, dass es Nanuk nochmals geschafft hat, weil die Giftdosis, die er gefressen hat, zu gering war. Sie hat umgehend ein Posting verfasst, um andere Hundebesitzer zu warnen. Ebenso hat sie die Stadt angerufen, die ebenfalls über die Sozialen Medien diese Nachricht verbreitete: „Eben erreicht uns der Hinweis eines Hundehalters, dass sein Hund am Montagabend Rattengift im Gewann Ried in Geislingen gefressen hat. Der Tierarzt konnte helfen und es geht dem Hund den Umständen entsprechend gut. Aufgrund der Umstände steht zu vermuten, dass das Gift gezielt gegen Hunde eingesetzt wurde. Hundehalter werden um besondere Vorsicht gebeten.“
Dass die Stadt die Sache ernst nimmt, freut die Geislingerin, die immer noch unter Schock steht und empört ist über dieses tierfeindliche Verhalten. „Nanuk ist der liebste und gutmütigste Hund der Welt“, sagt sie. Nach diesem Vorfall tue sie sich schwer, ihn künftig auf ihrem Gelände frei laufen zu lassen.

Nicht der erste Vorfall

Sie hat sich auch deshalb an die Öffentlichkeit gewandt, weil es nicht der erste Vorfall dieser Art in Geislingen war: „Das ist doch furchtbar.“ Und auch, weil sie keinem Hundebesitzer diese Erfahrung wünscht. Denn im „Ried“ seien noch weitere landwirtschaftliche Grundstücke, auf denen Hunde gehalten würden, und die Gegend sei auch bei Hundehaltern zum Gassigehen beliebt.

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