Albstadt Hartmann im Großformat

Albstadt / SWP 02.01.2012
Die Städtische Galerie Albstadt feiert am 8. Januar, 11 Uhr, den 80. Geburtstag des Sammlers Gerhard Hartmann mit der Eröffnung der Ausstellung "Großformat" aus der Sammlung Gerhard und Brigitte Hartman.

Die Ausstellung Gerhard Hartmann im "Großformat", die bis zum 4. März läuft, beschäftigt sich mit einer erstaunlichen Tendenz: Viele druckgraphisch tätige Künstler arbeiten mit einem großen Papierformat.

Eröffnet wird die Ausstellung von Jürgen Gneveckow, Oberbürgermeister der Stadt Albstadt, und Marina Sauer, Direktorin der Städtischen Galerie. Das Sammlerehepaar Hartmann und einige Künstler werden anwesend sein.

Danach besteht die Gelegenheit, die Präsentation anzusehen. Nach dem Geburtstagsbrunch möchte das Galerieteam im lockeren Gespräch mit Sammlern und Künstlern der Frage nachgehen, was hinter dieser Entwicklung zum Großformat steckt, die seit den 1980er Jahren verstärkt einsetzt.

In der Ausstellung sind die beeindruckenden Lithographien aus dem "Baarlo"-Zyklus des 2010 verstorbenen Künstlers Heinrich Gillis Görtz herausgestellt, die in Albstadt zum ersten Mal gezeigt werden. Dazu werden Graphiken von Gunter Damisch, eine vierteilige Farbradierung von Ulrich Wolff, zwei Farbholzschnitte von Rolf Urban und die riesigen Kaltnadelradierungen von Mario Moronti ausgestellt.

Ohne die Leidenschaft privater Sammler besäße keines der wichtigen Museen seinen heutigen Rang. Die Kollektionen, die ihren Weg aus der Verborgenheit in die Öffentlichkeit nehmen, bereichern die Museen nicht nur enorm, sondern bestimmen deren Charakter. Die Sammlung Hartmann in der Städtischen Galerie umfasst inzwischen rund 4000 Arbeiten, vor allem internationale Druckgraphik nach 1945 bis zur Gegenwart. Damit sind der Städtischen Galerie neue Wege erschlossen, auch in Zukunft ein aktuelles und lebendiges Museum zu bleiben.

Dabei fing Gerhard Hartmann recht bescheiden an: 1946 begann er eine Lehre als Schriftzeichner, ehe er von 1952 bis 1955 Gebrauchsgraphik an der Kunstakademie Karlsruhe studierte. Bereits um 1953 erwarb er seine ersten druckgraphischen Arbeiten - "fünf Mark haben die meisten damals gekostet, was zu der Zeit wirklich viel Geld bedeutete", erinnert er sich, der anschließend als Gebrauchsgraphiker arbeitete. Nach der Gründung seiner Familie unterbrach er seine Sammeltätigkeit vorübergehend und nahm sie 1975 zusammen mit seiner Frau Brigitte wieder auf. Seitdem sammeln beide Kunst aus möglichst allen Ländern Europas.

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