Harthausen Großeinsatz: Reizgas bei Narrentreffen

Großeinsatz der Rettungskräfte beim Narrentreffen in Harthausen: Ein Unbekannter hatte Reizgas versprüht.
Großeinsatz der Rettungskräfte beim Narrentreffen in Harthausen: Ein Unbekannter hatte Reizgas versprüht. © Foto: Benno Schlagenhauf
Harthausen / Benno Schlagenhauf 03.02.2019
Viele Besucher des Narrentreffens in Harthausen mussten wegen Atemwegs- und Augenreizungen behandelt werden.

Der Nachtumzug beim Narrentreffen im Winterlinger Teilort Harthausen war am Freitagabend gerade beendet, die anschließende Party am Ortsrand von Hartshausen in vollem Gange. Im Festzelt befanden sich laut Polizei 2500 bis 3000 Besucher als sich unter die Stimmungsmusik das Geräusch von herannahenden Martinshörnern mischte.

Als gegen 22.20 Uhr die Alarmierung beim Rettungsdienst eingeht, lautet das Stichwort „Massenanfall von Verletzten“. Sofort läuft ein Großeinsatz an. „Das DRK Zollernalb ist mit allen Rettungswägen da, die nicht anderswo gebraucht werden“, erklärte DRK-Vorsitzender Heiko Lebherz am Einsatzort.

Vier Notärzte und insgesamt rund 50 Einsatzkräfte des DRK eilten zur Fasnetsparty. Dort hatten 35 Personen über Atemwegs- und Augenreizungen geklagt. Laut ersten Polizeiangaben hatte ein Unbekannter Reizgas – womöglich Pfefferspray – im Barzelt, das direkt an das Festzelt angrenzt, versprüht.

Gut einem Drittel der betroffenen Besucher ging es an der frischen Luft von selbst wieder besser. 22 Menschen mussten vom Roten Kreuz behandelt werden, acht von ihnen kamen anschließend ins Krankenhaus.

„Es war von großem Vorteil, dass schon Behandlungsplätze aufgebaut und Rettungskräfte vor Ort waren“, sagt Lebherz. „So konnten wir gleich loslegen und uns um die Verletzten kümmern.“

„Es ist schlimm wenn es einen Notfall gibt, aber es ist gut, wenn man darauf vorbereitet ist“, ergänzte Winterlingens Bürgermeister Michael Maier.

Hinweise auf den Verursacher liegen laut Polizei nicht vor. Der Polizeiposten Winterlingen ermittelt und bittet Zeugen, sich unter der Rufnummer 07434 9390-0 zu melden.

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