Ermittlungen Fußgängerin stirbt bei Unfall auf Bundesstraße 27

Ein Polizeibeamter markierte die Spuren am Unfallort auf der B 27 in Höhe Engstlatt. Zur Klärung des Unfallherganges wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft ein Sachverständiger hinzugezogen.
Ein Polizeibeamter markierte die Spuren am Unfallort auf der B 27 in Höhe Engstlatt. Zur Klärung des Unfallherganges wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft ein Sachverständiger hinzugezogen. © Foto: Michael Würz
Engstlatt / Michael Würz 28.03.2017

Eine 78 Jahre alte Frau ist am Montagabend beim Versuch, die Bundesstraße 27 auf Höhe Engstlatt zu überqueren, ums Leben gekommen.

Laut Polizei war die Frau, die aus Engstlatt stammt, um kurz nach 19 Uhr auf dem Weg nach Hause. Dabei habe sie den tragischen Entschluss gefasst, den Weg über die vierspurige Bundesstraße abzukürzen.

Der 53-jährige Fahrer eines Fiats, der von Hechingen in Richtung Balingen unterwegs war, erfasste die Frau auf dem linken Fahrstreifen; für sie kam jede Hilfe zu spät. Die Frau starb noch an der Unfallstelle.

Der Autofahrer überstand den Zusammenprall unverletzt, er steht laut Polizei jedoch unter Schock. Zahlreiche Autofahrer hatten die Frau am Abend mit einer Gießkanne am Straßenrand gesehen. „Sie ist dann unmittelbar über die Straße gelaufen“, sagte ein Beamter der Polizei.

Die Staatsanwaltschaft hat einen Sachverständigen zu den Ermittlungen hinzugezogen, der den genauen Unfallhergang mit Beamten der Verkehrspolizeidirektion Rottweil und der Polizei Balingen rekonstruierte. Auch ein Polizeihubschrauber war im Einsatz, um Luftaufnahmen anzufertigen. Während der Ermittlungen war die Bundesstraße 27 in Höhe Engstlatt in Fahrtrichtung Balingen mehrere Stunden voll gesperrt. Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks leiteten den Verkehr um. Die Verkehrspolizei sucht nun nach Zeugen des Unfalls. Wer das Geschehen beobachtet hat und Hinweise geben kann, wird gebeten sich unter Telefon 0741/34879 zu melden.