Wegen eines Fotos mit Symbolen des Ku-Klux-Klans (KKK) ist ein Kreisrat im Zollernalbkreis in Erklärungsnot geraten. Der parteilose Kommunalpolitiker Stefan Buck distanzierte sich gegenüber unserer Partnerzeitung „Zollern-Alb-Kurier“ von der rechtsextremen Organisation.
Buck arbeitet derzeit als Inhaber einer Auto- und Motorrad-Werkstatt an einer kleinen Kollektion, etwa mit Damenunterwäsche („Porno-Collection“) und Schildmützen und Mund-Nase-Masken („Corona-Collection“).
Auf dem Bild einer Bomberjacke, das er am Samstagabend auf Facebook postete, ist allerdings der Schriftzug „Ku Klux Klan Section Germany“ und das Erkennungszeichen der rassistischen Organisation zu sehen: ein brennendes Feuerkreuz.

Buck: Bin weder Mitglied noch Sympathisant

Er habe das Foto nach Hinweisen gelöscht, sagt Buck. „Weder bin ich Mitglied, noch Sympathisant einer solchen Gruppierung.“ Als er die Bomberjacke als Prototyp bei einem tschechischen Hersteller bestellt habe, sei das Logo auf dessen Foto nicht zu erkennen gewesen.
Buck war für die AfD in den Kreistag eingezogen, hatte sich aber von der Partei nach deren Rechtsruck getrennt, „weil ich mich mit dem Gebaren dieser Partei nicht identifizieren kann und möchte“. Heute sitzt er als Parteiloser im Kreistag.
Der Ku-Klux-Klan ist Buck natürlich ein Begriff, wie er sagt. „Da ich bis heute der Meinung bin, dass es keinen deutschen Ableger gibt, habe ich mir bei der Angelegenheit nicht wirklich etwas gedacht.“
Laut Verfassungsschutz gibt es aber sehr wohl hiesige KKK-Ableger, die dem rechtsextremen Spektrum zugerechnet würden. „Sie werden aufmerksam verfolgt“, sagt ein Sprecher. Im Januar 2019 gab es eine bundesweite Razzia bei 40 Mitgliedern, bei der auch Waffen gefunden wurden. Bekannt wurde auch eine Gruppierung bei Schwäbisch Hall, in der um die Jahrtausendwende auch Polizisten Mitglied waren – unter anderem spätere Kollegen der Polizisten Michéle Kiesewetter, die am 25. April 2007 in Heilbronn von der rechtsextremen Terrorzelle NSU ermordet wurde.