Ebingen Förderverein des Albstädter Kunstmuseums wird 40

Ebingen / Holger Much 01.12.2018

Seit nunmehr stolzen vier Jahrzehnten setzt sich ein stetig wachsender Kreis von kulturinteressierten, engagierten Bürgern in vielfacher Weise unermüdlich für das Kunstmuseum der Stadt Albstadt ein. Diesen Sonntag wird der runde Geburtstag gebührend gefeiert, denn genau am 2. Dezember vor 40 Jahren wurde der Förderverein gegründet.

Zeit also, innezuhalten und zurückzublicken über die lange Zeit im steten Einsatz für einen Hort der Kunst, der mit seinem einzigartigen Profil und seinen Sammlungsschwerpunkten wie Grafik oder Dix mittlerweile nicht nur landes- oder bundesweit, sondern buchstäblich weltweit die ihm gebührende Beachtung findet.

Bereits drei Jahre, nachdem das Ebinger Haus der Kunst mit Erfolg ins Leben gerufen worden war, maßgeblich unterstützt damals auch vom damaligen Oberbürgermeister Hans Pfarr, wurde 1978 der „Galerieverein Albstadt e.V. – Verein der Freunde der Städtischen Galerie Albstadt“ gegründet, der heute „Freunde Kunstmuseum Albstadt“ heißt.

Brigitte Wagner, die zusammen mit Kunstmuseums-Gründungsdirektor Alfred Hagenlocher Tag und Nacht für den Aufbau der jungen Einrichtung schuftete, erinnert sich, dass Hagenlocher die Idee hatte, ein Bindeglied zwischen Stadtverwaltung und Galerie einerseits und Bürgerschaft andererseits zu gründen, ganz im Geiste des großen Ebinger Stifters und Mäzens Walther Groz, der immer betonte: „Ich stifte für die Bürger.“

Mit 18 Mitgliedern startete die Gruppe unter Leitung des ersten Vorsitzenden Dr. Hermann Weiss. Neben ihm zählten Hans-Dieter Stoffler (stellvertretender Vorsitzender), Ina Prokopez (Schriftführerin), Hans Schweizer (Schatzmeister) und Alfred Hagenlocher zu den Vorstandsmitgliedern.

Ein Raum der Begegnung

Zu den Gründungsmitglieder zählen außerdem noch Dr. Friedrich Albert, Dr. Wolfgang Bannmüller, Hildegard Baur, Dr. Jürgen Baur, Ernst Adolf Groz, Brigitte Gußmann, Renate Hartner, Dr. Hans-Ulrich Langfritz, Dr. Jürgen Münzenmaier, Dr. Heinz Pemsel, Gerhard Rohrbach, Martin Sauter und Thomas Schrader. Nach vier Jahren übernahm Ernst-Adolf Groz, Sohn von Walther Groz und ebenfalls ein begeisterter Kunstkenner, die Vereinsführung, die er 14 Jahre lang inne hatte.

Renate Hartner übernahm 1996 die Leitung des Galerievereins. Ihr war der Blick über die Grenzen Albstadts hinaus wichtig. Gerne erinnert sie sich an zahlreiche gemeinsame Ausfahrten, bei denen immer wieder auch Begegnungen mit Künstlern im Mittelpunkt standen. Wichtig ist ihr auch die Einrichtung des Forums innerhalb des Kunstmuseums, einem Raum, der besonders der Begegnung dient. Seine bauliche Verwirklichung wurde ebenso vom Galerieverein finanziell möglich gemacht wie zahlreiche Ankäufe von Drucken oder Gemälden für die Sammlung der Galerie. Als ein besonders bedeutsames Beispiel nennt Renate Hartner die Kreidezeichnung „Bettina laufend“ von Otto Dix, die der Galerieverein der Galerie im Jahre 1998 schenkte.

Seit dem Jahr 2004 steht Bettina Zundel dem Förderverein vor und legte zusätzliche Schwerpunkte auf Kunstvermittlung sowie auf Museumsdidaktik für jedes Alter. Hierzu gehört nicht nur der jährlich ausgelobte Kinderkunstwettbewerb, sondern auch die Einrichtung des „jungen Kunstraums“ im Jahre 2011. Er macht das Kunstmuseum Albstadt zum einzigen Kinder- und Jugendmuseum der Region. Die Freunde des Kunstmuseums Albstadt unterstützen diese Neuerung sowohl ideell als auch finanziell.

Ein Kunstwerk zum Jubiläum

Eine weitere Neuerung in der Ägide von Bettina Zundel: Im Jahre 2005 luden die Freude des Kunstmuseums zum Neujahrsempfang. Das erste Mal traf man sich noch in den Räumen der Villa Haux, seither im großen Saal im Erdgeschoss des Kunstmuseums. Auch mit dieser Einrichtung wurde ein weiterer großer Schritt getan hin zur Verankerung des Fördervereins in der Albstädter Bürgerschaft.

Das Jubiläum der engagierten Mäzene soll jedoch nicht nur punktuell für Aufsehen sorgen, sondern auf lange Sicht die Aufmerksamkeit der kulturinteressierten Öffentlichkeit auf das Kunstmuseum im Herzen Ebingens lenken. Zum 40. Jubiläum gibt es, so Bettina Zundel, einen Spendenaufruf an Mitglieder, Freunde und Gönner des Fördervereins. Im Umfeld des Museums soll ein Kunstwerk platziert werden, das, so die Planung des Fördervereins, angekauft werden soll. Das Werk soll an das Jubiläum erinnern und das Kunstmuseum hervorheben.

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