Geislingen Feuerwehr rettet Kätzchen aus Baum

Hoch hinaus wollte dieser kleine Tiger, dem dann aber zum Runterkommen der Mut fehlte. Dank der Feuerwehr ist die Geschichte gut ausgegangen.
Hoch hinaus wollte dieser kleine Tiger, dem dann aber zum Runterkommen der Mut fehlte. Dank der Feuerwehr ist die Geschichte gut ausgegangen. © Foto: privat
Geislingen / Rosalinde Conzelmann 19.01.2019
Das Tigerle war auf eine hohe Tanne geklettert und miaute kläglich. Beherzte Nachbarn informierten den Bürgermeister.

Es gibt auch Feuerwehreinsätze, die den Rettern Freude machen und nicht belastend sind: Sechs Mann der Geislinger Abteilung rückten zu einer Tierrettung mit gutem Ausgang aus. Eine fünf Monate alte Tigerkatze saß miauend auf einer zwölf bis 13 Meter hohen Tanne in der Bachstraße und traute sich nicht mehr herunter.

Das klägliche Mauzen des Kätzchens hatte aufmerksame Nachbarn aufgeschreckt, die nach dem Tier suchten und es schließlich auf der Tanne entdeckten. Dort lief die kleine Katze quer über die Äste.

Die besorgten Geislingerinnen, Mutter und Tochter, wandten sich an die Feuerwehr, die dazu riet, erst einmal abzuwarten, ob die Samtpfote nicht doch den Weg alleine nach unten finden würden. Als sich an der Situation nichts änderte, wandte sich die Tochter an Bürgermeister Oliver Schmid, der wiederum Stadtkommandant Hans Schenk informierte.

Der war sofort zur Stelle, taxierte die Lage und trommelte sechs Mann zusammen, die mit dem Hilfslöschfahrzeug 20, das mit einer Schiebleiter ausgestattet ist, zur Stelle waren.

Die eigentliche Rettungsaktion ging dann recht schnell. Das erschöpfte Tigerle ließ sich von einem Feuerwehrmann, der die Leiter hochgeklettert war, problemlos einfangen und wurde in einer Rettungsbox sicher nach unten gebracht.

Dort warteten schon die Besitzer, die ihr Kätzchen seit Dienstagabend vermisst hatten und deshalb vermuteten, dass die Mieze die ganze Nacht auf dem Baum verbracht hat. Freudig nahmen sie den Ausreißer mit nach Hause, das nur rund 50 Meter von der Tanne entfernt liegt, und bedankten sich überschwänglich bei den Rettern.

Nachbarn hören das Mauzen

„Sie waren voll im Glück“, sagt Schenk, der keine Sekunde gezögert hat, sich um das Tier zu kümmern. Schließlich ist in Paragraf 2 des Feuerwehrgesetzes als eine Aufgabe festgeschrieben, dass die Feuerwehr zur Rettung von Menschen und Tieren aus lebensbedrohlichen Lagen technische Hilfe zu leisten hat.

„Das ist Sinn und Zweck einer Wehr“, sagt er und ist froh, dass die Drehleiter nicht zum Einsatz kam, „denn dann wäre es teuer geworden.“ Ob die Besitzer trotzdem eine Rechnung bekommen werden, liegt im Ermessensspielraum der Stadt Geislingen, denn nicht jeder Einsatz der Wehr ist kostenfrei.

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